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Flop der Woche

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Renault - Créateur hanebüchener Werbung

Renault Express

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Sitzt ein Pärchen beim Abendessen im Restaurant - und bekommt statt eines leckeren Drei-Gänge-Menüs einen Renault Twingo! Klingt bescheuert, ist aber tatsächlich die Story des neuen TV-Spots von Renault. Der ist gleich aus mehreren Gründen ein totaler Reinfall.
 
 
Die Geschichte von dem Auto, das man im Restaurant bestellt, ist nicht nur an sich schon hanebüchen, sondern wird auch der Produktbotschaft in keiner Weise gerecht. Eigentlich soll der Spot den Service Renault Express bekannt machen, mit dem der französische Autobauer "Neuwagen sofort zum Mitnehmen" anbietet. Zwar ist es nachvollziehbar, dass Renault nicht (schon wieder) eine Verkaufssituation im Autohaus verfilmen will. Dass die Automobilmarke aber ausgerechnet ein Edelrestaurant zum Ort des Geschehens macht, ist schlicht nicht nachvollziehbar und dürfte die Zuschauer eher in die Irre führen. Was bitte sehr hat ein Candle-Light-Dinner in gediegener Atmosphäre mit dem Express-Kauf eines Autos zu tun? Wenn schon, dann hätte die Story in einem Schnellrestaurant stattfinden müssen.
Alles andere als glaubwürdig ist auch die Koketterie, die der Darsteller in dem Werbefilm an den Tag legt. Wieso sollte sich ein offenbar gut verdienender Geschäftsmann in einem feinen Restaurant vor seiner Flamme mit einem Billig-Kleinstwagen wie dem Twingo brüsten? Die Erklärung dafür findet man, wenn man in den Werbeblöcken zwei Monate zurückspult. Im Januar bekamen die Fernsehzuschauer die Geschichte mit dem Pärchen und dem Kellner nämlich schon mal serviert. Der kleine, aber entscheidende Unterschied: In dem ersten Spot ging es gar nicht um den Twingo, sondern um den wesentlich besser ausgestatteten Mittelklassewagen Renault Megane. Man kann eben auch an der falschen Stelle sparen! mas
 

Top der Woche: EP glückt die kreative Revolution


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Kunde:Renault
Agentur:Publicis Conseil, Paris
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