Zenith-Studie Online-Videos werden 2016 erstmals häufiger auf mobilen als auf Fixgeräten konsumiert

Montag, 18. Juli 2016
Schon 2016 werden mehr Online-Videos auf dem Handy als auf Festgeräten geschaut.
Schon 2016 werden mehr Online-Videos auf dem Handy als auf Festgeräten geschaut.
Foto: zvg. Sony
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Festgerät Nutzungsplattform Smart-TVs Mobilgerät


In diesem Jahr werden voraussichtlich mobile Geräte die stationären Geräte als wichtigste Nutzungsplattform für Online-Videos ablösen. Weltweit gesehen. Davon geht der Online Video Forecast 2016 von Zenith aus.

Weltweit werden Konsumenten täglich durchschnittlich 19,7 Minuten mit dem Anschauen von Online-Videos auf ihren Mobilgeräten (Smartphones und Tablets) verbringen, letztes Jahr waren es noch 14,2 Minuten. Damit wird das mobile Gerät für den Online-Video-Konsum wichtiger als die Festgeräte (Desktop-PCs und Smart-TVs), deren Nutzung für Online-Videos bei 16 Minuten stabil bleibt. Gemäss der Studie nimmt der Videokonsum bei Festgeräten deshalb nicht ab, weil eine höhere Videonutzung bei Smart-TVs den von Desktop-Geräten an Smartphones und Tablets verlorenen Seheranteil wettmachen kann. Insgesamt nimmt also der Online-Viedoa-Konsum zu, wohl zu lasten des linearen Fernsehens. Doch dazu äussert sich die Studie nicht.

Online Video Forecasts 2016 ist die zweite Ausgabe der einmal jährlich erscheinenden Online Video Forecasts von Zenith. Dieser Bericht enthält Daten zum vergangenen und prognostizierten künftigen Online-Videokonsum und -Werbeverhalten sowie auch lokale Fachkommentare zur Entwicklung einzelner Märkte. Die diesjährige Ausgabe umfasst 57 wichtige Märkte, allerdings keine Zahln zur Schweiz.

Die rasante Zunahme beim mobilen Videokonsum ist auf die wachsende Beliebtheit der Mobilgeräte zurückzuführen und hier insbesondere auf die preisgünstigen Geräte in einkommensschwachen Ländern, die Entwicklung besserer mobiler Displays sowie der größere Zugang zu schnellen Datenverbindungen (vor allem 4G). Zenith prognostiziert einen Anstieg des weltweiten mobilen Videokonsums pro Tag um 33 Prozent in 2017 und nichmals um 27 Prozent in 2018 auf insgesamt 33,4 Minuten. 2018 werden 64 Prozent des weltweiten Online-Video-Konsums auf Mobilgeräte entfallen. Der Festgeräte-Videokonsum werde gleichzeitig 2017 um 13 Prozent und 2018 um 3 Prozent auf insgesamt 18,7 Minuten täglich zunehmen, da immer mehr Haushalte intelligentes Fernsehen nutzen.

Jährliche Zuwachsraten für Online-Videowerbung um 20 Prozent

Werbetreibende steigerten ihre Ausgaben für Online-Videowerbung von 13,4 Milliarden US-Dollar in 2014 auf 17,5 Milliarden US-Dollar in 2015. Zenith sagt nun ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 19,8 Prozent und damit Werbeausgaben im Online-Videobereich in Höhe von 30,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 voraus. Dadurch erhöhe sich auch der weltweite Online-Video-Anteil an den Ausgaben für digitale Display-Werbung von 26,7 Prozent im Jahr 2015 auf 31,3 Prozent. Online-Video (sowie auch Social Media) übernimmt immer mehr Marktanteile von der klassischen Bannerwerbung, die an Wirkung verliert und von Konsumenten vor allem auf Mobilgeräten zunehmend als störend empfunden wird.

Auch wenn mittlerweile mehr Online-Videos mobil konsumiert werden als auf Festgeräten, entfällt der Hauptanteil der Werbeausgaben für Online-Video nach wie vor auf Festgeräte, und das wird auch 2017 so bleiben. Zenith schätzt, dass die Werbeausgaben für Fixed-Video in diesem Jahr 68 Prozent aller Werbeausgaben für Online-Video ausmachen werden; im letzten Jahr waren es noch 75 Prozent. Die mobile Werbung dürfte erst 2018 mit der Festwerbung gleichziehen. Da Video-Werbespots auf größeren Displays besser ankommen und wirksamer sind, werden Werbetreibende auch weiterhin bereit sein, Höchstpreise für Video-Werbespots auf Festgeräten zu bezahlen.

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