Werbedruck Food & Beverage bremst - Verkehrsbetriebe, Dienstleistungen und Telko investieren

Donnerstag, 20. April 2017
Das neue Kombiangebot von Swisscom mit Internet, Digital TV, Telefonie und bis zu fünf Mobile Abos im flexiblen Paket wurde im März am stärksten beworben
Das neue Kombiangebot von Swisscom mit Internet, Digital TV, Telefonie und bis zu fünf Mobile Abos im flexiblen Paket wurde im März am stärksten beworben
Foto: Screenshot Swisscom

Die Schweizer Werbeauftraggeber haben im März deutlich mehr in Werbung investiert als im Vormonat und ihre Ausgaben auch gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat gesteigert. Um 150 Millionen Schweizer Franken ist der Werbedruck im vergangenen monat auf 527 Millionen n gestiegen - das entspricht einem Plus mehr als 40 Prozent. Anders als im Februar ist der Werbedruck zudem auch im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Immerhin 4,6 Prozent liegt der Wert im Plus.
(Bild: Screenshot Mediafocus)
Einen grossen Anteil an der Entwicklung haben die Werbeauftraggeber aus den Branchen Verkehrsbetriebe, Dienstleistungen und Telekommunikation, die ihre Ausgaben jeweils um mehr als ein Drittel gesteigert haben (siehe Tabelle). Das grösste Plus kommt von den Verkehrsbetrieben, die im März 44,2 Prozent mehr als im Vorjahr für Werbung ausgegeben haben. Auf die Bremse sind dagegen die Firmen der Getränke- und Nahrungsmittelbranche getreten: Bei ihnen steht ein Minus von 31,1 Prozent in der Monatsauswertung von Mediafocus. Auch die Nahrungsmittelindustrie zeigt einen Rückgang der Werbeinvestitionen von 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Extrem ist die Entwicklung der Tabakindustrie, die bereits im Februar ein Minus von 60 Prozent aufgiesen hat - lediglich 600.000 Franken hatten die Unternehmen im Februar für Marketingkommunikation ausgegeben. Im März dieses jahres geht es hier weiter nach unten: Diesmal verbucht die Tabakindustrie mit 500.000 Franken ein Minus von 35,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Das Auf- und Ab hat keinerlei Auswirkungen auf die Verteilung der Werbegelder auf die einzelnen Gattungen - die Werte entsprechen ziemlich genau denen des Vormonats: 37 Prozent der Werbeinvestitionen fliessen in Print, 32 Prozent in TV, 16 Prozent entfallen auf das Internet, 11 Prozent auf OoH-Platzierungen, 3 Prozent geben die Unternehmen für Radio-Spots aus und 1 Prozent für Kinowerbung.ems
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