Wemf Verband Schweizer Medien erhält jährlichen Zustupf von 75.000 Franken

Mittwoch, 21. Juni 2017
Die Wemf-Aktionäre statten ihre Verwaltungsratsmitglieder mit einem fürstlichen Honorar von 25.00 Franken pro Jahr und Person aus. Weil der Grossteil dieses Geldes der Kasse des Verband Schweizer Medien zufliesst, dient es primär dazu, die VSM-Kasse zu sanieren.
Die Wemf-Aktionäre statten ihre Verwaltungsratsmitglieder mit einem fürstlichen Honorar von 25.00 Franken pro Jahr und Person aus. Weil der Grossteil dieses Geldes der Kasse des Verband Schweizer Medien zufliesst, dient es primär dazu, die VSM-Kasse zu sanieren.

Der Antrag des Verbands Schweizer Medien (VSM) an Verwaltungsrat und Mitgliederversammlung der Wemf, die VR-Honorare um 150 Prozent auf je 25.000 Franken pro Jahr zu erhöhen, wurde von den Wemf-Aktionären gutgeheissen. Hauptprofiteur ist der VSM selbst.
Künftig wird die Kasse der Wemf AG für Werbemedienforschung (Wemf) jährlich mit mindestens zusätzlich 120.000 Franken belastet. Das hat die Mitgliederversammlung (MV) des Vereins Wemf, die Trägerschaft der Wemf AG, gestern beschlossen. Der Grund: Der Antrag des VSM, die VR-Entschädigung von aktuell je 10.000 Franken pro Jahr auf 25.000 zu erhähen (+150 Prozent) hat die Mitgliederversammlung angenommen. Dies sagte Wemf-Präsident Jürg Werber heute auf Anfrage von HORIZONT Swiss. Zum Stimmenverhältnis äusserte er sich nicht. Der Antrag war durch VSM-Präsident Pietro Supino und VSM-Geschäftsführer Andreas Häuptli eingebracht worden (HORIZONT Swiss berichtete). Hauptprofiteur dieser Erhöhung ist der VSM selbst, denn fünf der acht Vertreter im Wemf-VR sind vom VSM delegiert. Und die Honorare der VSM-Delegierten fliessen vollumfänglich der VSM-Kasse zu. Damit erhält der VSM zu den bisher jährlich 50.000 ausbezahlten Honorarfranken noch 75.000 Franken zusätzlich. Nach dem Austritt von Ringier aus dem Verband ist der VSM froh um diesen Zustupf. Die andern Nutzniesser: Die VSM-Schwesterverbände Médias Suisses und Stampa Svizzera sowie der Schweizer Werbeauftraggeber-Verband (SWA) stellen je einen Vertreter und erhalten künftig je 15.000 Franken mehr als bisher.

Nach den VSM-Vorstellungen wird das zusätzliche Honorar von mindestens 120.000 Franken dem Eigenkapital der Wemf AG entnommen. Dieses beläuft sich nach dem gestern genehmigten Wemf-Geschäftsbericht 2016 neu auf 7,221 Millionen Franken. Der Jahresgewinn der Wemf AG wird allerdings "bloss" mit 83.519 Franken ausgewiesen. Anders gesagt: Die genehmigte Honorarerhöhung würde aktuell das Eigenkapital der Wemf um rund 40.000 Franken reduzieren.

Die MV wählte zudem zwei neue Verwaltungsräte (HORIZONT Swiss hat bereits darüber berichtet).
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