Verband Schweizer Medien Präsident Hanspeter Lebrument tritt zurück, Pietro Supino folgt

Donnerstag, 18. August 2016
Hanspeter Lebrument (rechts) übergibt Ende Jahr die Leitung des Verlegerverbandes an Tamedia-Chef Pietro Supino (links).
Hanspeter Lebrument (rechts) übergibt Ende Jahr die Leitung des Verlegerverbandes an Tamedia-Chef Pietro Supino (links).
© knö.

Hanspeter Lebrument tritt nach 13 Jahren als VSM-Präsident zurück. Als Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Dr. Pietro Supino vorgeschlagen. Mit zwei neuen Mitgliedern wird die Stimme der kleineren und mittleren Verlage gestärkt.
Hanspeter Lebrument, Verleger der Somedia, zieht sich als Präsident des Verbandes Schweizer Medien (VSM) zurück. Im Juni dieses Jahres feierte er seinen 75. Geburtstag. "Ich habe das Präsidium des Verlegersverbandes vor 13 Jahren von Dr. Hans Heinrich Coninx übernommen und freue mich, es nun einem Nachfolger übergeben zu können. Das Wichtigste war mir, dass ich Dr. Pietro Supino überzeugen konnte, dieses Amt zu übernehmen. Ich halte es für die Bedeutung der Verlegerverbände für einen Glücksfall, dass in Deutschland der Axel-Springer-Chef Dr. Mathias Döpfner und in der Schweiz der Tamedia Verleger, Dr. Pietro Supino, als Präsidenten der Verlegerverbände gewonnen werden konnten", sagt Hanspeter Lebrument zu seinem Rückzug. Das Präsidium des Verbandes Schweizer Medien schlägt den Mitgliedern einstimmig den bisherigen Vize-Präsidenten Pietro Supino, Verleger von Tamedia, als Nachfolger von Lebrument als Präsident vor. Neuer Vize-Präsident soll Peter Wanner, Verleger von AZ Medien, werden.

Lebrument beendet damit seine lange, überaus aktive und prägende Mitarbeit im VSM. In die Präsidentschaft Lebruments fallen unter anderem die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die indirekte Presseförderung und das Verbot der Onlinewerbung für die SRG.

Supino ist seit 2008 Mitglied des Präsidiums und seit 2010 Vizepräsident des VSM. "Ein vielfältiges Medienangebot ist zentral für eine direkte Demokratie wie die Schweiz", wird Supino im Communiqué zitiert. "Gute Rahmenbedingungen für private Medien, seien es Fachzeitschriften, nationale Tageszeitungen oder News-Apps, liegen deshalb in unser aller Interesse. Wie bereits als Vize-Präsident werde ich mich weiter dafür und für die Medienfreiheit einsetzen."

Das Präsidium soll zudem mit zwei Vertretern der mittleren und kleineren Medienhäuser ergänzt werden. Zur Wahl vorgeschlagen werden Beat Lauber, der unter anderem in den Verwaltungsräten der Meier + Cie. in Schaffhausen, der Mengis Gruppe in Visp und der Zürichsee Medien Gruppe AG engagiert ist, sowie Andrea Masüger, CEO von Somedia. Die Wahlen finden im Rahmen der Mitgliederversammlung am 22. September in Luzern statt.
HORIZONT Newsletter Swiss Newsline

täglich um 17 Uhr die Top-News über den Schweizer Werbemarkt

 


Meist gelesen
stats