Umstieg auf DAB+ Bundesrat verlängert alle Radiokonzessionen

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Die Radiobranche erhält noch eine kleine Verschnaufpause bei der Umstellung von UKW auf DAB+. Der Bundesrat hat entschieden die bestehenden  Radiokonzessionen, die 2019 ablaufen, bis 2024 zu verlängern.

In seiner heutigen Sitzung hat das Gremium die Rahmenbedingungen für den Umstieg von der analogen zur digitalen Radioverbreitung festgelegt. Demnach soll mit der sukzessiven Abschaltung von UKW wie geplant 2020 begonnen werden. Ab dann soll DAB+ zum Hauptverbreitungsweg werden. Ende 2024 wird  Hörfunk über Ultrakurzwelle dann endgültig der Vergangenheit angehören.  Radioveranstalter mit einem Service Public-Auftrag erhalten eine garantierte Verbreitung auf einer DAB+-Plattform. Bereits zum 1. Januar 2015 wurde die UKW-Verbreitungspflicht gelockert. Zum 1. Juli 2016 hat der Bundesrat die finanzielle Unterstützung der DAB+-Verbreitung während des Migrationsprozesses verbessert.

Der Übergang von der analogen zur digitalen drahtlos-terrestrischen Radioverbreitung ist laut Bundesrat auf einem guten Weg. . Seit  Februar 2017 läuft die Informationskampagne "Radio zieht um". Die Radiobranche selbst hat diesen Umzug  schon sehr vorangetrieben.  56 der 57 UKW-Radios der SRG und der privaten Stationen sind auch über DAB+ empfangbar.   Auch die Konsumenten machen mit. Im Frühjahr betrug der Anteil der digitalen Radionutzung  57 Prozent, 8 Prozentpunkte mehr als im Herbst 2015. Davon entfielen 32 Prozent auf DAB+ und 25 Prozent auf die Nutzung via Internet. Im selben Zeitraum sank die UKW-Nutzung auf 43 Prozent. Schon über 3,25 Millionen DAB+-Geräte wurden in der Schweiz verkauft. vg

 

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