Ticketing Ticketfrog will dank Investoren nach Deutschland expandieren

Donnerstag, 06. Juli 2017
Das Team von Ticketfrog schaut dank zweiter Finanzierungsrunde nicht nur zuversichtlich in die Zukunft, sondern es schielt auch auf den deutschen Markt.
Das Team von Ticketfrog schaut dank zweiter Finanzierungsrunde nicht nur zuversichtlich in die Zukunft, sondern es schielt auch auf den deutschen Markt.
© zvg.

Knapp ein Jahr nach seiner Gründung erhält die Schweizer Ticketingplattform Ticketfrog über eine zweite Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag, der unter anderem in die Expansion nach Deutschland investiert wird.
Bei den Investoren, die zusammen mindestens eine Million Franken in Tecketfrog investieren, handle es sich um private Investoren, die nicht genannt werden wollten, sagte Ticketfrog-Sprecher Reto Baumgartner auf Anfrage von HORIZONT Swiss. Auch über die Expansion nach Deutschland wollte er noch nicht allzu viel sagen. Nur so viel: Geplant sei, im 2018 im deutschen Markt aktiv zu werden. Derzeit stehe man mit möglichen Partnern in Deutschland in Verhandlungen.
So kann Werbung auf Ticketfrog-Tickets aussehen.
So kann Werbung auf Ticketfrog-Tickets aussehen. (© zvg.)
Schon weiter ist Ticketfrog im Schweizer Ticketingmarkt: Dieser wird gemäss Bundesamt für Statistik auf ein Volumen von jährlich 100 Millionen Tickets geschätzt. Davon werden rund die Hälfte nicht über eine professionelle, elektronische Ticketinglösung verkauft, weil die hohen Gebühren und Fixkosten für kleine und mittlere Veranstaltungen bisher finanziell gar nicht tragbar waren.
(© zvg.)
Die vor einem Jahr gegründete Ticketfrog AG zielt mit ihrem Angebot genau auf diese Veranstalter ab und betreibt eine komplett kostenlose Ticketingplattform. Im Unterschied zu den anderen Anbietern verlangt Ticketfrog vom Veranstalter und Ticketkäufer keine Gebühren, sondern finanziert sich über verschiedene Werbeformate rund um das Ticketing. Auch die Kreditkartengebühren werden von Ticketfrog übernommen, so dass der Ticketkäufer von günstigeren Ticketpreisen profitiert und der Veranstalter 100 Prozent der Ticketeinnahmen erhält. Dieser Ansatz stellt das herkömmliche Businessmodell im Ticketingmarkt auf den Kopf.

Das bietet Ticketfrog

Neben dem werbefinanzierten Businessmodell bietet Ticketfrog weitere Services: So kann ein Veranstalter seinen Event in weniger Minuten erfassen, einen Saalplan zeichnen, Zahlungsarten wählen, Vorverkaufsstellen definieren, Tickets für Sponsoren blockieren und dann mit dem Verkauf von Tickets starten. Für den Event selbst steht eine kostenlose App zur Eingangskontrolle via Smartphone zur Verfügung. Mehrtagespässe, Earlybird-Tickets, zeitgenaue Buchungen oder Promocodes sind weitere integrierte Funktionen.
Ein rasch wachsender Bekanntheitsgrad sowie ein grosses Volumen an Tickets ist für das Internet-Startup Ticketfrog und das disruptive Businessmodell matchentscheidend. Deshalb setzt Ticketfrog auch auf Investoren, um das schnelle Wachstum zu finanzieren. Dazu Mike Müller, Geschäftsführer von Ticketfrog: "Eine zweite Finanzierungsrunde konnte erfolgreich abgeschlossen werden, weil unsere Wachstumszahlen über dem Businessplan liegen und wir unsere Investoren auch von unserer Expansionsstrategie in den deutschen Markt überzeugen konnten."
Die drei Gründer von Ticketfrog: (v.l.n.r.) Reto Baumgartner, Mike Müller, Urs Koller.
Die drei Gründer von Ticketfrog: (v.l.n.r.) Reto Baumgartner, Mike Müller, Urs Koller. (© zvg.)
Weit über 300 Events mit einem Ticketvolumen von über 100.000 – von Vereinsanlässen und Sportveranstaltungen über Konzerte, Openairs, Theatervorstellunge, Businessevents bis hin zu Privatveranstaltungen – werden monatlich auf Ticketfrog publiziert. Erfreulich sei vor allem die sehr hohe Wiederkehrrate, heisst es in einem Communiqué.
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