Swissness Worldwide 2016 Willkommen im erfolgreichen Land der sympathischen Klischees

Montag, 18. Juli 2016
Besonders begehrt: Schweizer Uhren wie die der Marke Baume & Mercier
Besonders begehrt: Schweizer Uhren wie die der Marke Baume & Mercier
© Baume &Mercier

Produkte und Dienstleistungen aus der Schweiz genießen weltweit hohe Anerkennung - auch wenn "Made in Germany" im Jahr 2016 "Swiss made" vom internationalen Spitzenplatz verdrängt hat. Der Schweizer Markenbotschafter schlechthin heißt Roger Federer.

Für die aktuelle Studie Swissness Worldwide 2016 haben das Institut für Marketing an der Universität St. Gallen, die htp Managementberatung St. Gallen und Jung von Matt/Limmat 7900 Menschen aus 15 Ländern befragt. Die Schweiz schlägt sich danach im internationalen Markenwettbewerb hervorragend, allerdings wird sie in vielen Teilen der Welt klischeehaft als Märchenland von Bergen, Schokolade und Uhren wahrgenommen, weniger als innovative Wirtschaftsnation. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Weltweit bevorzugen Menschen bei gleichem Preis Schweizer Produkte. Wobei: Gibt es das eigentlich, Schweizer Produkte zum gleichen Preis?

  • Schweizer Anbieter können denn auch höhere Preise als andere durchsetzen. Bei Uhren ist ein Aufschlag von mehr als 100 Prozent (!) möglich, Käse und Kosmetikartikel dürfen 50 Prozent, Skiferien 7 Prozent teurer sein als vergleichbare Angebote anderer Länder.

  • Die Schweiz hat die größten Fans in China, Brasilien, Indien und Russland - Länder, in denen gut 40 Prozent der Weltbevölkerung leben.

  • Trotz aller Diskussionen über eine Begrenzung der Einwanderung gilt die Schweiz im internationalen Vergleich als weltoffenes Land. Hinter Italien und Spanien liegt sie in diesem Vergleich auf Rang drei, vor Frankreich, Deutschland und den USA.

  • Roger Federer ist der Markenbotschafter der Schweiz schlechthin. Er wird in der Befragung zehnmal öfter genannt als jede andere lebende Person der Schweiz. Federer verkörpert Werte wie Zuverlässigkeit und harte Arbeit, er gilt als Musterbeispiel für den sympathischen Schweizer Erfolgsmenschen.

  • Dass das Image deutscher Produkte in diesem Jahr noch vor den Waren und Dienstleistungen aus der Schweiz rangiert, ist vor dem Hintergrund dieser guten Ergebnisse weniger bedeutend. Allerdings verweisen die Autoren der Studie auf den harten internatioanlen Wettbewerb: "Aus kommunikativer Perspektive wäre einerseits darauf zu achten, alles zu vermeiden was das gute Image aushöhlt. Zum anderen müsste die Wahrnehmung der Innovationskraft weiterhin gestärkt werden."
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