Studie der Uni St. Gallen Regional schlägt Bio

Dienstag, 18. April 2017
Für Käse aus ihrer Region würden Eidgenossen deutlich mehr zahlen
Für Käse aus ihrer Region würden Eidgenossen deutlich mehr zahlen
© Switzerland Cheese Marketing

Produkte aus der Region stehen bei den Schweizern inzwischen höher im Kurs als Bio-Produkte. JvM/Limmat-Chef Roman Hirsbrunner sieht im lokalen Bezug Potenzial fürs Marketing.

Etwa 1.3 Milliarden Franken geben die Schweizer jährlich für Lebensmittel aus der Region aus. Gefragt, ob sie häufiger Bio- oder Regionalprodukte kaufen, geben 43 Prozent an, mehr Regionalprodukte zu kaufen. Nur zehn Prozent kaufen öfters Bio-Produkte, haben Forscher des Instituts für Customer Insights (ICI-HSG) in einer Untersuchung herausgefunden.

Die Regionalität lassen sich die Konsumenten auch etwas kosten. Im Premiumsegment (oberes Viertel) sind sie bereit, für Regionalprodukte zwischen 20 und 30 Prozent mehr zu bezahlen. Die Wertschätzung der Regionalität und die Zahlungsbereitschaft machten den Aufbau und die Verwendung eines lokalen Bezugs in der Markenführung für Unternehmen grundsätzlich attraktiv, sagt Roman Hirsbrunner, CEO der Agentur JvM/Limmat und Co-Autor der Studie "Regionalprodukte: Was ist Herkunft wert?". "Regionalität kann auch als starker Differenziator gegenüber der Konkurrenz eingesetzt werden."

Weitere Ergebnisse der Untersuchung:

- 65 Prozent der befragten Verbraucher kaufen mindestens einmal pro Woche Produkte aus der Region.
- 70 Prozent würden bei gleichem Preis regionale Produkte anderen Schweizer Produkten unbekannter Herkunft vorziehen.
- Die Bereitschaft der Konsumenten, mehr auszugeben, ist bei Käse am höchsten, gefolgt von Honig, Joghurt, Eiern, Milch und Fleisch. Bei Früchten und Gemüse ist diese Zahlungsbereitschaft am geringsten.

Die Studie "Regionalprodukte: Was ist Herkunft wert?" kann beim ICI-HSG (ici.unisg.ch) erhältlich: Tel. +41 71 224 2131. (fo)

 

 

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