Start-ups Wo Zürich noch Nachholbedarf hat

Montag, 18. Juli 2016
Start-ups sind vor allem in Berlin und London zuhause
Start-ups sind vor allem in Berlin und London zuhause
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Berlin und London sind in Europa die Hotspots für Unternehmensgründer. Zürich rangiert insgesamt nur auf Platz 11 unter den bevorzugten Standorten für Start-ups.
Die Europäische Startup-Initiative, eine Non-Profit-Organisation der Allianz Kulturstiftung, hat etwa 700 Gründer in ganz Europa nach ihren Prioritäten bei  der Standortwahl befragt. Hinter Berlin und London rangieren Amsterdam, Barcelona und Lissabon auf den vorderen Plätzen. Vor Zürich finden sich im Ranking auch Dublin, Stockholm, München, Kopenhagen und Wien. Deutlich positiver wird das Bild allerdings, wenn es um junge Hightech-Firmen geht, für die der Zugang zu Risikokapital hohe Priorität hat. In dieser Kategorie springt Zürich gleich um sieben Plätze nach vorn. Für die meisten Internet-Firmen ist Kapital allerdings gar nicht der Engpass ihrer Entwicklung. Wichtiger ist ihnen der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitenden und ein "Ökosystem", in dem sie sich entfalten können. An dritter Stelle stehen die Kosten des Standorts. Vor allem in dieser Kategorie hat der Spitzenreiter Berlin günstige Konditionen zu bieten.

Auffällig ist, wie mobil die Gründerszene über nationale Grenzen hinweg ist. Jeder fünfte der Befragten hat seine Firma außerhalb des eigenen Heimatlandes aufgebaut. Einer der Verlierer in der Statistik ist deshalb Italien: Fast 30 Prozent der italienischen Gründer wandern aus, um ihr Start-up erfolgreich zu machen.
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