SRG Gilles Marchand löst Roger de Weck 2017 als Generaldirektor ab

Mittwoch, 09. November 2016
Gilles Marchand löst Roger de Weck 2017 ab
Gilles Marchand löst Roger de Weck 2017 ab
© SRG

Der Verwaltungsrat der SRG hat heute Gilles Marchand per 1. Oktober 2017 einstimmig zum künftigen Generaldirektor gewählt und damit den Stabswechsel an der Spitze des öffentlichen Medienhauses eingeleitet. Den 54-jährigen Marchand hat der Verwaltungsrat im Einklang mit dem designierten Präsidenten Jean-Michel Cina und Generaldirektor Roger de Weck berufen.

 Nun liegt es an der SRG-Delegiertenversammlung, die Wahl zu genehmigen; die Delegierten befinden am 25. November 2016 darüber. „Mit Gilles Marchand konnten wir eine bewährte Führungspersönlichkeit für die anspruchsvolle Aufgabe gewinnen. Mit seiner Managementerfahrung als Direktor RTS, als Stellvertreter des Generaldirektors und Mitglied der SRG-Geschäftsleitung ist er bestens qualifiziert. Die SRG ist für die nächsten Etappen optimal aufgestellt“, sagt Viktor Baumeler, Verwaltungsratspräsident .

Die Entscheidung bürge für Stabilität im Umbruch der Medien, teilt die SRG mit und verweist auf Persönlichkeit, Leistungsausweis, Qualifikationen und Erfahrung Marchands, die in Absprache mit dem designierten Präsidenten Jean-Michel Cina zum Verzicht einer Ausschreibung der Position geführt habe.

Marchand kam 2001 mit 38 Jahren an die Spitze des Westschweizer Fernsehens; seit der Konvergenz von Radio, TV und Online im Jahr 2010 führt er die Unternehmenseinheit RTS. Als Stellvertreter des Generaldirektors pflegt er unter anderem die Auslandbeziehungen der SRG und vertritt das Unternehmen bei der European Broadcasting Union (EBU), TV5 Monde, Euronews und weiteren Organisationen. Er ist Präsident der Vereinigung frankophoner Service-public-Medien (MFP) und des bedeutenden Rundfunkpreises «Prix Italia» sowie Mitglied des strategischen Beirats der Universität Genf. Der Bundesrat berief Marchand ad personam in die Eidgenössische Medienkommission. Der Soziologe Marchand, der an der Universität Genf studierte, hat jüngst seine Gedanken zum Service public im Buch «Médias publics et société numérique» (2016) veröffentlicht.

Die Nachfolge des 63-jährigen Roger de Weck ist damit planmässig geregelt. De Weck, der 2018 das ordentliche Pensionsalter erreicht, wird am 1. Oktober 2017 nach rund sieben Amtsjahren den Stab übergeben. Der Verwaltungsrat würdigt die starke bisherige Leistung des Generaldirektors, der kräftig das Unternehmen und sein Angebot modernisiert sowie den Service public wirksam vertritt - was er bis zur Übergabe in knapp einem Jahr fortführen wird. „Ich freue mich, eng mit Roger de Weck zusammenzuarbeiten und - wenn die SRG-Delegierten die Wahl genehmigen - ab Herbst 2017 mit seinem Nachfolger Gilles Marchand. Wir haben beste Voraussetzungen für den weiteren Erfolg der SRG“, so   Jean-Michel Cina, designierter Verwaltungsratspräsident. ems

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