SRG / Verleger Mehr zum Test von nzz.ch mit SRF-Videos: "Die SRG hat auch mit der NZZ Gespräche geführt"

Dienstag, 31. Januar 2017
Testweise kann NZZ-Online seine News-Artikel auch mit Videos von SRF ergänzen.
Testweise kann NZZ-Online seine News-Artikel auch mit Videos von SRF ergänzen.

Gestern Abend hat HORIZONT Swiss kurz über den Test von nzz.ch mit SRF-Nachrichtenvideos berichtet. Unklar blieb dabei, was eigentlich getestet wird. Unterdessen haben aber sowohl NZZ als auch SRF die Fragen zu diesem Test beantwortet.
Seit Anfang Jahr stellt SRF dem Portal nzz.ch testweise tagesaktuelle Nachrichtenvideos zur Verfügung – dies noch bis Ende März. HORIZONT Swiss wollte Genaueres über diesen Test erfahren und stellte NZZ und SRG nicht identische, aber recht ähnliche Fragen: Seitens der NZZ antwortete deren Sprecherin Myriam Käser, seitens der SRG deren Sprecher Daniel Steiner – beide schriftlich. Hier nun ihre Antworten:
Myraim Käser von der NZZ und Daniel Steiner von der SRG.
Myraim Käser von der NZZ und Daniel Steiner von der SRG. (© LinkedIn)
Was genau wird getestet? Ob eine Nachfrage nach den Videos besteht; ob die Nutzer von nzz.ch die Videos, die vielleicht auch schon auf SRF gezeigt wurden, noch sehen wollen; ob sich das Umfeld der SRF-Videos für NZZ besser als andere Artikel vermarkten lassen?

Myriam Käser:
Für uns geht es zunächst darum, zu testen, ob die Videos inhaltlich zu unserem Angebot passen und dieses sinnvoll ergänzen. Zweitens wollen wir testen, wie gut beziehungsweise einfach die technische Schnittstelle funktioniert.

Daniel Steiner: Der Test ist umfassend. Beide Parteien können damit testen, ob die eingesetzte Technik funktioniert und ob die publizierten Inhalte einen Mehrwert bieten.

Was heisst "tagesaktuell"?

Käser: 
Es handelt sich um Videos zur aktuellen Nachrichtenlage. Die NZZ erhält die Videos in der Regel innert 0 bis 3 Stunden nach der Erstauswertung durch SRF.

Steiner: Die Videos sind aktuell. Die Publikation der Videos auf srf.ch und auf nzz.ch erfolgt zeitnah.

Was darf NZZ mit den Videos machen: Kürzen, mit anderem Filmmaterial vermischen, einen neuen Text dazu sprechen – oder nur integral übernehmen?

Käser: 
Die NZZ hat kein Bearbeitungsrecht, sie darf die Videos also nicht verändern, kürzen oder ergänzen.

Steiner: Die Videos werden durch die NZZ unverändert übernommen.

Sind die Videos kostenpflichtig? Sind es nur Eigenleistungen von SRF? Wie sind die SRF-Videos zu kennzeichnen (Quellenangabe)?

Käser: 
Ja, die Videos sind gekennzeichnet. Wenn das Fazit des Tests positiv ausfällt, wird die NZZ für die Zusatzkosten aufkommen, die bei der SRG durch den Videotransfer anfallen.

Steiner: SRF wird als Quelle genannt. Fällt das Fazit des Tests positiv aus und die NZZ veröffentlicht weiter SRF-Videos auf nzz.ch, würde seitens der NZZ eine kostendeckende Gegenleistung erfolgen.

Werden die Videos nur bei nzz.ch publiziert (plus Facebook etc.), oder auch auch auf den Portalen in Luzern und St. Gallen?

Käser: 
Derzeit ist vorgesehen, die Videos auf nzz.ch und den Social-Media-Kanälen der NZZ zugänglich zu machen.

Das Angebot von Videos an die Verleger ist nicht neu. Wie aber kam der Test zustande? Kam die NZZ auf die SRG zu? Zeichnet sich ein Tauwetter zwischen SRG und Verlegern ab?

Steiner: 
Vor einem Jahr hat Roger de Weck allen Verlegern mögliche Video-Kooperationen vorgeschlagen. Die SRG hat in der Folge auch mit der NZZ darüber Gespräche geführt. knö
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