Radio Deutschschweizer hören heute 15 Minuten weniger Radio als 2010

Freitag, 20. Januar 2017
Die Radionutzung hat in den letzten seinen Jahren klar abgenommen, der Anteil der Gesamtbevölkerung, der das Gerät einschaltet, wird langsam kleiner.
Die Radionutzung hat in den letzten seinen Jahren klar abgenommen, der Anteil der Gesamtbevölkerung, der das Gerät einschaltet, wird langsam kleiner.
Themenseiten zu diesem Artikel:

Radionutzung Hördauer Suisse J.P. Boden


Beobachtet man die Radionutzung zwischen 2010 und 2016, so wird das Medium in der Deutschschweiz immer weniger genutzt: Die Hördauer ging um 15 Minuten zurück, und trotz Bevölkerungswachstum erreicht das Medium prozentual weniger Menschen als vor sieben Jahren.
Heute veröffentliche Mediapulse die Radio-Nutzungszahlen des 2. Semesters 2016 – und diese weisen bei der Gesamt-Radionutzung der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren gegenüber dem Vorsemester eine leicht abnhemnede Reichweite in allen Landesteilen aus. Dennoch geniesst das Medium weiterhin grosse Beliebtheit und wird täglich von 86.7 Prozent (Deutschschweiz), 82.7 Prozent (Suisse romande) und 88.7 Prozent (Svizzera italiana) der Bevölkerung eingeschaltet, schreibt Mediapulse. Weiterhin auf dem Vormarsch sind die privaten Radiostationen, welche gegenüber den in allen Landesteilen dominierenden SRG-Sendern an Marktanteilen und Nutzungsminuten zulegen konnten. Betrachtet man die Entwicklung über die letzten sieben Jahre (2010 bis 2017), so zeigt sich, dass in der Deutschschweiz die Radionutzung relativ stark rückläufig ist. Zwar konnte das Medium die Zahl seiner Hörer um fast 100.000 Personen (genau: +98.300 Personen oder +.2.4 Prozent) steigern, was wohl vor allem mit dem Bevölkerungswachstum zusammenhängt. Dieses stieg aber um rund das Doppelte, so dass der Anteil an der Gesamtbevölkerung, der heute noch Radio hört, von ehemals 89.2 Prozent auf aktuell 86.7 Prozent zurück ging – ein Tiefststand.

Den grössten Reichweitenverlust mussten die SRG-Sender hinnehmen, sie erreichen heute pro 201.000 Hörer weniger als 2010 (-6.4 Prozent). Demgegenüber konnten die Privtaradios 221.000 Hörer gewinnen (+9.4 Prozent). Auch diejenigen Sender, die vom Ausland in die Deutschschweiz einstrahlen, haben Boden gut gemacht und verzeichnen einen Zuwachs um 208.000 Hörer. Dass  private- und ausländische Sender zusammen mehr Hörer gewinnen als die SRG verliert, hängt damit zusammen, dass ein Hörer ja pro Tag mehrere verschiedene Sender hören kann. Anders gesagt: Private und Ausländer gewinnen zwar Hörer, die diese Sender aber nur relativ kurz nutzen. So verloren die Privatradios 9 Prozent seit 2010 9 Prozent ihrer Nutzungsdauer, die ausländischen Sender gar 34 Prozent!

Allerdings hat die gesamte Radionutzung der Deutschschweizer in den letzten sieben Jahren generell abgenommen: Lag sie im ersten Semester 2010 noch bei 130 Minuten pro Tag, bleibt das Radiogerät heute "nur" noch 115 Minuten lang eingeschaltet – ein Rückgang um 11.5 Prozent. Die SRG-Sender werden heute 8.6 Minuten weniger lang gehört, prozentual ist dies der kleinste Rückgang (-7.6 Prozent). Die Privaten verloren 5.8 Minuten ihrer Nutzungszeit, was wie erwähnt einem Rückgang von -9 Prozent entspricht. Und die ausländischen Sender werden 8 Minuten weniger gehört (-34 Prozent).

Das führt dazu, dass die SRG über die Jahre einen um 3,1 Prozentpunkte tieferen Marktanteil ausweist, konkret kommt sie heute in der Deutschschweiz noch auf 63.7 Prozent gegenüber 66.8 Prozent vor seiben Jahren. Die Privaten konnten dagegen ihren Marktanteil um 2,8 Prozentpunkte auf neu 31.4 Prozent steigern, während die ausländischen Radiosender bei einem Marktanteil von 4.8 Prozent relativ stabil blieben. knö

HORIZONT Newsletter Swiss Newsline

täglich um 17 Uhr die Top-News über den Schweizer Werbemarkt

 


Meist gelesen
stats