No Billag-Debatte Presserat bezieht Stellung gegen No-Billag

Montag, 05. Februar 2018
Stellungnahme des Schweizer Presserats
Stellungnahme des Schweizer Presserats
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Kein Tag ohne No-Billag: Nun äußert sich auch der Schweizer Presserat. Das Selbstkontrollorgan der Branche bezweifelt, dass Vielfalt und Qualität der Informationen ohne die Billag-Gebühren erhalten bleiben.
Der Presserat hat nach eigener Aussage die Aufgabe, sowohl die Qualität der journalistischen Arbeit als auch die Informationsfreiheit zu verteidigen. Da diese Werte durch „No-Billag“ betroffen sind, sehe er es gemäss einer Mitteilung als seine Pflicht an, sich in einer Abstimmungskampagne zu äußern. Erwartungsgemäss brechen die Medienwächter eine Lanze für den Erhalt des Rundfunkbetrags. Unabhängige und mit ausreichenden Mitteln ausgestattete journalistische Medien seien für das Funktionieren einer offenen und demokratischen Gesellschaft unerlässlich, so der Tenor der Mitteilung. Die Vielfalt der Medien sei ebenfalls Garantin für die Qualität der Information. Gerade in der Schweiz müsse diese Qualität in jeder Sprachregion gewährleistet sein.

Sollte die Initiative angenommen werden, bezweifelt der Presserat, dass die Vielfalt der audiovisuellen Information, die heute von der SRG und den lokalen Radio- und Fernsehstationen gewährleistet wird, erhalten werden könnte. Er bezweifelt auch, dass die Qualität der audiovisuellen Information in der gesamten Schweiz in Zukunft ohne jegliche öffentliche Unterstützung sichergestellt werden könnte. vg
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