Nielsen Weiter überdurchschnittliches Konsumentenvertrauen in der Schweiz

Donnerstag, 11. Januar 2018
Die Schweizer sind recht zuversichtlich – entsprechend sitzt bei Vielen das Geld lockerer in der Taxe als auch schon.
Die Schweizer sind recht zuversichtlich – entsprechend sitzt bei Vielen das Geld lockerer in der Taxe als auch schon.
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Die Schweizer blicken dem neuen Jahr 2018 positiv entgegen. Auch wenn das Konsumentenvertrauen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal leicht gesunken ist, liegt der Schweizer Wert noch deutlich über den gesamteuropäischen Konsumentenstimmung – jedenfalls gemäss einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen.
Der aktuelle Consumer Confidence Index in der Schweiz liegt im dritten Quartal 2017 bei 97 Punkten. Dieser Index bildet die Bewertung der Konsumenten zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Lage und ihrer Bereitschaft Geld auszugeben mit Blick auf die kommenden 12 Monate ab. Zwar ist dieses Konsumentenvertrauen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um einen Punkt leicht gesunken ist (Q2 2017: 98 Punkte), dennoch liegt der Schweizer Wert gemäss Nielsen weiterhin deutlich über den gesamteuropäischen 87 Punkten und gleicht dem Wert des Vorjahres (Q3 2016: 97 Punkte). „Das Vertrauen der Schweizer Konsumenten ist im dritten Quartal stabil geblieben. Es herrscht im Land eine durchaus optimistische Stimmung und die Konsumenten gehen zuversichtlich in das neue Jahr“, erläutert Judith Kuiper, Geschäftsführerin bei Nielsen in der Schweiz.

Schweiz in Shoppinglaune, Europa im Sparmodus

Der Konsumentenvertrauensindex zeigt: Das hohe Vertrauen stärkt die Kauflaune in der Schweiz. Mehr als die Hälfte der Schweizer (Q3 2017: 56%) schätzen ihre finanzielle Lage positiv ein und bewerten diese mit gut oder sogar sehr gut. Außerdem sind 42 Prozent der Schweizer aktuell der Meinung, dass die kommenden Monate ein guter Zeitpunkt sind, sich Dinge zu leisten, die sie brauchen oder mögen. Ein Wert, der seit dem dritten Quartal 2016 konstant ist. „Das Konsumklima in der Schweiz ist positiv und bewegt sich auf einem hohen Niveau. Und es sieht so aus, als könnte es auch auf 2018 übertragen werden. Die Schweizer sparen immer weniger und geben an, dass sie jetzt mehr Geld ausgeben. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich die Zahlen aus den anderen europäischen Ländern anschaut“, erklärt Kuiper. Im europäischen Durchschnitt zeigen sich zum Teil starke Unterschiede. Hier sehen im dritten Quartal 2017 nur 45 Prozent der Konsumenten ihre finanzielle Lage in der Zukunft optimistisch und nur 37 Prozent planen sich Dinge zu kaufen, die sie benötigen. Beispiel Frankreich: Nur 29 Prozent der Konsumenten bewerten ihre finanzielle Lage als gut oder sehr gut und glauben, dass die nächsten 12 Monate eine gute Zeit zum Geldausgeben ist.

Krankenversicherungen jetzt unter den Top-3 der Ausgaben 

Die nächsten Ferien (48%), Kleidung (34%) und jetzt auch Krankenversicherungen (43%) stehen beim Thema Geldausgeben in der Schweiz nach Deckung der Lebenshaltungskosten ganz oben auf der Liste. Nur 32 Prozent der Konsumenten denken vorrangig ans Sparen. Im europäischen Durchschnitt spielt das Sparen eine größere Rolle: 37 Prozent der Europäer sparen lieber, bevor sie ihr übriges Geld in Urlaub (36%) oder Kleidung (36%) investieren.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 20. Mai bis zum 10. Juni 2017 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmässige Internetnutzer in 63 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0,6 Prozent. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschliesslich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 63 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.
Muss doch mal etwas Geld zur Seite gelegt werden, achten die Schweizer vorrangig darauf, Lebensmittel von günstigeren Marken zu kaufen (Q3 2017: 54%, Q3 2016: 64%). Auch bei neuer Kleidung (Q3 2017: 53%, Q3 2016: 55%) und Ausgaben für Take-away Mahlzeiten (Q3 2017: 47%, Q3 2016: 45%) wird dann gespart. Der Durchschnittseuropäer spart hingegen vorrangig an Kleidung (Q3 2017: 51%, Q3 2016: 53%), gefolgt vom Wechsel zu günstigeren Marken bei Lebensmitteln (Q3 2017: 48%, Q3 2016: 49%) und Freizeitaktivitäten (Q3 2017: 45%: Q3 2016: 49%).

Die positive Konsumentenstimmung spiegelt sich auch bei den Job-Aussichten wider: 56 Prozent der Schweizer bewerten ihre Job-Perspektive als gut oder sehr gut. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Schweizer im Bezug auf ihre Arbeitssituation genauso positiv gestimmt wie noch im dritten Quartal 2016; und damit um 16 Prozent optimistischer als der europäische Durchschnitt (40% gut oder sehr gut). „Mit diesem konstanten Wert liegt die Schweiz auf Platz 6; nur knapp hinter Dänemark, Tschechien, Deutschland, Irland und Polen“, erklärt Kuiper.




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