Nielsen Schweizer Konsumenten haben Frankenschock überwunden

Mittwoch, 06. September 2017
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Laut Nielsen Schweiz lag die Konsumentenstimmung in der Schweizer im zweiten Quartal 2017 auf einem Niveau von 98 Punkten. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal 2/2016 wo der Index mit 91 Punkten noch deutlich niedriger war.
Das ist das Ergebnis des aktuellen Consumer Confidence Index von Nielsen. Der Consumer Confidence Index bildet die Job-Aussichten, die persönliche finanzielle Situation und die Bereitschaft der Schweizer Geld auszugeben ab, immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate und im europäischen Vergleich."Im zweiten Quartal 2017 blicken die Schweizer optimistischer in die Zukunft als es noch vor einem Jahr der Fall war", sagt Judith Kuiper, Geschäftsführerin von Nielsen Schweiz. "Das ist ein klares Zeichen, dass die Konsumenten den Frankenschock als weitgehend bewältigt betrachten und wieder positiver in die Zukunft schauen." Im zweiten Quartal 2017 beurteilten 58 Prozent der Schweizer ihre Jobaussichten (sehr) positiv (Q4/2016: 59%). Das Vertrauen in die Arbeitsmarktsituation ist jedoch nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa (+8%) hoch. „Der Job-Optimismus ist ein wesentlicher Grund für die grundsätzlich positive Konsumentenstimmung. Die Schweizer beurteilen ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt weiter hin gut", stellt Judith Kuiper fest.

Kauflaune zeigt sich verhalten

58 Prozent der Schweizer empfinden ihre persönlichen Finanzen als (sehr) gut (+1 Punkte zu Q4/2016), sind jedoch zurückhaltend mit ihren Ausgaben. 44 Prozent sind der Ansicht, dass die nächsten 12 Monate eine gute Zeit sind, um Dinge zu kaufen, die sie benötigen und mögen (Europa 36%). Dieser Wert ist um 6 Prozentpunkte im Vergleich zum vierten Quartal 2016 gefallen.

Über die Nielsen Global Survey

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 20. Mai bis zum 10. Juni 2017 durchgeführt. Dabei hat Nielsen mehr als 30.000 regelmässige Internetnutzer in 63 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Diese Nielsen-Onlineumfrage basiert ausschliesslich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 63 Prozent der Bevölkerung oder zehn Millionen Menschen Internetzugang haben. Der Verbrauchervertrauensindex für China wird in einer separaten Umfrage mit kombinierter Methodik unter 3.500 Befragten erhoben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.
Eine gute Konsumentenstimmung sorgt auch für ein erfreuliches Konsumklima. So geben 47 Prozent der Schweizer an, ihr Geld nach Deckung der Lebenshaltungskosten für Ferien auszugeben. An zweiter Stelle folgen Zusatzversicherungen für die Gesundheit (37%) – erst danach wird gespart (32%). Damit unterscheiden sich die Werte vom europäischen Durchschnitt, der eher spart (37%), und erst danach an Ferien (36%) oder neue Kleidung (36%) denkt. "Während in anderen europäischen Ländern eher gespart wird, gönnen sich die Schweizer gerne auch etwas, denken gleichzeitig aber auch an die persönliche Absicherung insbesondere im Gesundheitsbereich", fasst Judith Kuiper zusammen.

Den vollständigen internationalen Report zum Verbrauchervertrauen können Sie kostenfrei hier anfordern.
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