Nielsen Europäischer FMCG-Markt wächst wieder schneller

Freitag, 03. März 2017
Schweizer Franken
Schweizer Franken
© Fotolia

Der Preisanstieg bei Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (so genannten FMCG-Produkte, "Fast Moving Consumer Goods" wie Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln) ist auf dem höchsten Level seit einem Jahr. Dies zeigen die aktuellen Zahlen von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen.

Im vierten Quartal 2016 stieg der Umsatz für FMCG-Produkte in Europa um 1,77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum kommt zur Hälfte aus Mengensteigerung (0,82 Prozent); die Preise stiegen in dieser Zeit um 0,95 Prozent.

Wert des europäischen Warenkorbs 41 Prozent höher als vor 10 Jahren

2016 ist der Wert des europäischen Warenkorbes um 41 Prozent höher als 2006. Die Anzahl der eingekauften Artikel erhöhte sich um elf Prozent. Die Türkei verzeichnet mit einer Verdreifachung den stärksten Anstieg, Griechenland mit minus elf Prozent den stärksten Rückgang. "Der Wert des Einkaufskorbes hat sich durch eine Reihe von Faktoren erhöht wie beispielsweise die Inflationsrate, die Tatsache, dass die Konsumenten mehr einkaufen sowie den Wechsel zu mehr Premium- und frischen Produkten", erläutert Dominik Stocker, Commercial Director bei Nielsen Schweiz.

Das höchste Wachstum unter den 21 betrachteten Ländern konnte im vierten Quartal erneut die Türkei mit einem Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichen, gefolgt von Polen (+3,6 Prozent) und Spanien (+3,1 Prozent). Deutschland verzeichnet ein Wachstum von 0,3 Prozent. Den größten Rückgang verzeichneten dagegen Griechenland (-6,7 Prozent) und Finnland (-4,1 Prozent).

Betrachtet man die fünf großen westeuropäischen Märkte, so liegt Spanien an der Spitze, gefolgt von Frankreich (+0,9 Prozent). Großbritannien verzeichnet in dieser Gruppe mit -0,3 Prozent den stärksten Rückgang. Die Schweiz verzeichnete ein nominales Wachstum von 1,7 Prozent.

Anmerkungen

Wertveränderung Artikel = Die Veränderung des Preises, die ein Konsument für einen Artikel zahlt, aufgrund der Preisinflation, und/oder der Kauf eines ein Ersatzproduktes mit Wertdifferenz.

Nominales Wertwachstum = Umsatzveränderung des Artikels plus Absatzveränderung
"Nach dem langsamen Start ins Jahr 2016 endete das Jahr für den Lebensmitteldetailhandel stark", sagt Stocker. "Westeuropa sah wenige Impulse für das Absatzwachstum. Geringe Inflation wie in Deutschland, Frankreich und Italien und sogar eine Deflation in Grossbritannien waren zu beobachten."

Den vollständigen Report können Sie kostenfrei herunterladen.

Meist gelesen
stats