Neue 20er-Note Nationalbank kommuniziert nicht mehr mit Plakaten und Spots

Donnerstag, 11. Mai 2017
Die SNB hat ein kleineres Werbebudget für die 20er-Note.
Die SNB hat ein kleineres Werbebudget für die 20er-Note.
© zvg.

Als vor einem Jahr die neue 50er-Note eingeführt wurde, kommunizierte die Schweizerische Nationalbank unter anderem auch mit Plakaten und einem TV-Spot. Jetzt, bei der Einführung der 20er-Note, sei der Kommunikationsbedarf nicht mehr derart gross, heisst es bei der SNB. Und verzichtet auf Beides.
"Das jüngste Schweizer Original" – so lautete der Claim auf der SNB-Werbekampagne zur Einführung der neuen 50er-Note vor einem Jahr. Zu sehen auf Plakaten und in einem Werbespot. Aktuell, bei der Einführung der neuen 20er-Note, rührt die SNB die Werbetrommel bedeutend schwächer. "Die Informationskampagne fällt dieses Mal bedeutend kleiner aus. Bei der Ausgabe des ersten Notenwerts ist der Informationsbedarf viel grösser, entsprechend haben wir vor einem Jahr sehr breit und umfassend informiert", schreibt Silvia Oppliger, Stellvertretende Leiterin Medien in der Kommunikationsabteilung der SNB, auf Anfrage. Professor Thomas Wiedmer, Stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums, sagte zudem an der gestrigen Pressekonferenz, der Umfang der letztjährigen Informationskampagne habe sich an der Einführung der letzten Notenserie in den 90er-Jahren orientiert und sei auf die heutigen Bedürfnisse und Möglichkeiten adaptiert worden. "Erfahrungsgemäss ist der Informationsbedarf bei der Ausgabe der ersten Stückelung einer neuen Serie am grössten. Entsprechend wurde nun die Kampagne bei der Ausgabe der 20er-Note wesentlich schlanker gestaltet."

Die SNB stellt aber wiederum verschiedene Informationsmaterialien zur Verfügung– so eine Notenbroschüre und ein Leporello – in den vier Landessprachen sowie in englischer Sprache. Sie stehen auch auf snb.ch zum Download zur Verfügung. Dort finden sich auch sämtliche weiteren Informationen zur neuen 20er-Note und zur gesamten Banknotenserie sowie zahlreiche Youtube-Filme über den Gestaltung, Druck und Produktion der Banknoten.

Weiter stellt die SNB auch für die 20er-Note wiederum eine Augmented Reality App bereit. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der App, die schon für die 50er-Note lanciert worden war und die beim Publikum grossen Anklang gefunden hatte. Die App heisst neu "Swiss Banknotes" und bietet die Möglichkeit, auf spielerische Art die wichtigsten Informationen zu den Sicherheitsmerkmalen und spannende Details zur Notengestaltung zu erkunden. Sie wird in den nächsten Tagen im App Store von Apple und auf Google Play verfügbar sein. Auch die neue Banknote kommt erst am 17. Mai in Umlauf.

Mit wem die SNB die Werbemittel gestaltet hat, will sie übrigens nicht sagen. "
Den Namen der Agentur geben wir nicht bekannt, wie wir das bei unseren Geschäftspartnern grundsätzlich handhaben", schreibt Silvia Oppliger. knö
 

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