"NZZ am Sonntag" Tyler Brûlé machte das Sonntagsblatt etwas leichter und luftiger

Freitag, 18. Mai 2018
Die "NZZ am Sonntag" im neuem Layout
Die "NZZ am Sonntag" im neuem Layout
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NZZ Layout Wochenmagazin


Ab dem 20. Mai 2018 erscheint die "NZZ am Sonntag" mit einem neuen Design von Tyler Brûlé. Auf der aufgefrischten Front werden bewusst Elemente sichtbar gemacht, die an ein Wochenmagazin erinnern.
Die erneuerte "NZZ am Sonntag" bringe die Breite der Themen besser zum Ausdruck, mit der sich die das Blatt seit jeher von ihren sonntäglichen Mitbewerbern unterscheidet, heisst es in einer Mitteilung. Dabei falle vor allem die überarbeitete Frontseite auf: Mit der grosszügigen Skybox, welche auf die Themen der hinteren Zeitungsbünde hinweist, und dem tiefer gelegten und leicht vergrösserten Zeitungskopf hebe sich die "NZZ am Sonntag" in der Schweizer Zeitungslandschaft deutlich sichtbar von ihren Mitbewerbern ab. Die Leserinnen und Leser würden weniger eine ungewichtete Auswahlsendung als vielmehr ein Menu erhalten, "das die richtigen Inhalte - übrigens mit mehr Weissraum und farbliche Akzente – am richtigen Ort in der richtigen Dosierung bringt", heisst es weiter.
Von Tyler Brûlé gestaltet.
Von Tyler Brûlé gestaltet. (© zvg.)
Die neue Frontseite und die übrigen leichten Layoutanpassungen wurden von der Londoner Designagentur Winkreative von Tyler Brûlé in Zusammenarbeit mit den hauseigenen Gestaltern entwickelt. Winkreative hat für die NZZ bereits die Magazine "Z" und "NZZ Geschichte" gestaltet. "Wir nahmen uns vor, eine elegante Zeitung noch eleganter zu machen und die Stärken der 'NZZ am Sonntag' noch deutlicher hervorzuheben: Journalismus, der sich den Hintergründen des Geschehens widmet, nicht nur in analytischer, sondern auch in narrativer Form, stark in Text und Bildern", so Tyler Brûlé, CEO von Winkreative. Mit dem neuen Design hat die "NZZ am Sonntag" nun eine moderne Frontseite, die der Redaktion die Möglichkeit gibt, ihre Themenvielfalt optimal zum Ausdruck zu bringen. Weiter kann sie die besten Newsgeschichten übersichtlich an, kommt "sonntäglich-entspannt" daher, ohne aber "die richtige Temperatur und Dringlichkeit" zu unterschlagen. Gleichzeitig sei sie von einer Magazin-Aufmachung inspiriert.
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Auch inhaltlich gibt es einige Anpassungen, wobei die Struktur und die Abfolge der Zeitungsbünde unverändert bleibt. Die Nachrichten der Woche und die eigenen Recherchen werden bereits im ersten Bund wo nötig mit Einordnung und Hintergrund versehen. Der zweite Bund bringt Langzeitrecherchen, grosse Interviews sowie überraschende Themenzugriffe und eigenständige Sicht- und Erzählweisen. Einzelne Kolumnen, vor allem im Meinungsteil des Blattes, entfallen, weil sie am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind. Gleichzeitig werden neue Gefässe geschaffen, so unter anderem ein interaktives Wochenquiz auf der Website. Neuer externer Medienkritiker wird Ronnie Grob, Redaktor beim «Schweizer Monat». Die Kulturberichterstattung wird leicht ausgeweitet. «Wir glauben an die nach wie vor erfolgreiche gedruckte Zeitung», sagt Luzi Bernet, Chefredaktor der «NZZ am Sonntag». «Gleichzeitig tragen wir dem Strukturwandel und der sich rasch verändernden Mediennutzung auch am Sonntag Rechnung. Wir setzen bewusst optische Signale, die in Richtung Magazin, bzw. Wochenzeitung gehen».

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