Mobilfunk Bundesrat gibt Gas bei 5G

Mittwoch, 08. November 2017
Der Bundesrat macht die Bahn frei für 5G
Der Bundesrat macht die Bahn frei für 5G
© Schreenshot parlament.ch

Volle Kraft voraus für 5G: Um die Einführung der neuen Mobilfunktechnologie vorzubereiten, senkt der Bundesrat die Gebühren für Konzessionen im hohen Frequenzbereich. Gleichzeitig weist er der mobilen Kommunikation neue Frequenzbänder zu.

Die Konzessionsgebühren für Frequenzen im 3-GHz-Bereich, so teilte der Bundesrat am Mittwoch mit, sollen auf ein „international übliches Niveau“ festgesetzt werden. Diese Frequenzen sind für den Bau und den Betrieb der neuen Mobilfunknetze der 5. Generation ab 2019 von grosser Bedeutung. Die Gebühren im hohen Frequenzbereich sollen schon allein deshalb sinken, um die teureren Kosten bei der Ausbreitung der Netze auszugleichen. Bei der 5G-Technologie handelt es sich um den Nachfolger von LTE, der allerdings erst ab  2020 Marktreife erlangen soll. Er erlaubt höhere Datenübertragungen bei kürzeren Antwortzeiten. Höhere Frequenzen eignen sich für diese Kapazitätserhöhung besser als tiefere, können aber weniger gut ins Innere von Gebäuden übertragen werden. Die Mobilfunkanbieter müssen daher mehr in Technik investieren.

Im gleichen Zug hat der Bundesrat eine Änderung des Nationalen Frequenzzuweisungsplanes (NaFZ) angenommen. Damit werden der mobilen Kommunikation künftig neue Frequenzbänder zugewiesen. Der Frequenzbereich 694-790 MHz, der ursprünglich dem Rundfunk vorbehalten war, ist künftig für breitbandige Mobilfunkanwendungen vorgesehen. Zudem will der Bundesrat strategische Weichen stellen, um künftig auch in zusätzlichen Frequenzbändern eine Mobilfunknutzung zu ermöglichen.

Die vom Bundesrat genehmigte Anpassung der Verordnung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Die neuen Frequenzen stehen den Anbietern ab 2019 zur Verfügung. Über die Vergabe entscheidet die Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom). vg

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