Mediapulse Neue Radiowährung startet zum 1. Januar

Mittwoch, 06. Dezember 2017
Die Mediawatch 4 gibt es in verschiedenen Varianten.
Die Mediawatch 4 gibt es in verschiedenen Varianten.
© zvg.

Insgesamt vier Jahre haben die Mediaforscher das neue Studiendesign entwickelt. Zum 1. Januar geht die überarbeitete Radionutzungsforschung von Mediapulse nun in den Regelbetrieb. Die Währungsdaten zum ersten Semester 2018 publiziert die Stiftung erstmals Mitte Juli 2018.
Bereits seit Juli 2017 ist das neue Messsystem parallel zum bestehenden Forschungssystem im Einsatz. Der halbjährige Pilot- und Parallelbetrieb ermöglichte es Mediapulse und ihrem Lieferanten GfK, das neue Messsystem unter realen Bedingungen aufzubauen und methodisch zu prüfen. Die umfangreichen Tests und Ergebnis-Analysen aus dem Parallelbetrieb laufen noch bis zum Ende des Jahres. Doch jetzt ist schon klar, dass das neue Forschungssystem die Testanforderungen erfüllt und somit das bisherige System ablösen wird.

Zweimal pro Jahr wird Mediapulse auch weiterhin die Live-Radionutzung der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung ab 15 Jahren veröffentlichen. Die nächste Publikation von Mitte Januar 2018 beinhaltet die Radionutzung des zweiten Semesters 2017 und basiert noch auf der alten Radioforschung. Die Publikation der Mediapulse Radio Data zum ersten Semester 2018 aus der neuen Radioforschung erfolgt erstmals per Anfang Juli 2018.

Die Änderungen

Seit siebzehn Jahren wird die Radionutzung in der Schweiz auf Basis eines elektronischen Messsystems erfasst. Dabei wird ein repräsentatives Personenpanel mit einer Messuhr ausgerüstet, die die Umgebungsgeräusche der Uhrenträger als Tonsignal aufzeichnet. Durch den Abgleich (Audiomatching) dieser Tonsignale mit den Audiomitschnitten aller relevanten Radiosender kann die Radionutzung des Messpanels identifiziert und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet werden.

Messuhr und Audiomatching bleiben auch in Zukunft Bestandteil der Erhebung. Die  Probanden tragen die Uhr nun allerdings nicht nur während insgesamt zwei Wochen pro Jahr, sondern länger: Die einen tragen sie einen Monat lang, andere während drei Monaten und Dritte während einem halben Jahr. Die Tagesstichprobe hat sich zudem mehr als verdoppelt. Für Personen, die keine der Test-Armbanduhren tragen wollen, bietet das neue System darüber hinaus eine Handy-App als Alternative. Voraussetzung ist, dass die Probanden ihr Handy immer auf sich tragen (und nicht etwa in der Handtasche) und auch immer eingeschaltet lassen. Denn die App funktioniert ebenfalls mit Audiomatching: sie hört also mit und speichert die Umgebungsgeräusche.

Die Radioforscher versprechen wesentlich genauere Erkenntnisse zur Radionutzung. Vergleichbar mit den alten Daten ist die neue Währung aufgrund der erheblichen geänderten Erhebungsmethodik jedoch nicht. Eine mit dem Schweizer Radiomarkt gemeinsam verabschiedete Marktkonvention hält daher explizit fest, dass direkte Vergleiche der Radionutzungszahlen des neuen Messsystems mit den Daten des alten Systems nicht zulässig sind. vg
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