Mediapulse 20 Prozent der Jungen schauen TV zeitversetzt

Mittwoch, 13. Juli 2016
Deutschschweizer sitzen bis zu 131 Minuten pro Tag vor dem Fernsehgerät.
Deutschschweizer sitzen bis zu 131 Minuten pro Tag vor dem Fernsehgerät.
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Semesterzahl Forschungsinstitut Pro7 Romandie RTL


Die TV-Nutzung in der Schweiz ist weiterhin hoch. Dies belegen die neusten Semesterzahlen des unabhängigen Forschungsinstitutes Mediapulse. Auch der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung steigt weiterhin kontinuierlich an.
Deutschschweizer sitzen im Durchschnitt täglich 131 Minuten vor dem TV, knapp 2 Minuten mehr als noch vor einem Jahr. In der Svizzera italiana sind es gar 3 Stunden. Die Reichweite des Mediums Fernsehen ist sogar leicht gestiegen, in der Deutschschwei um knapp 1 Prozent auf neue 66,9 Prozent. Ebenfalls hat der Anteil an zeitversetzter TV-Nutzung weiterhin kontinuierlich zugenommen, in der Deutschschweiz von 9.8 Prozent im ersten Halbjahr 2015 auf 12,9 Prozent im 1. Semester 2016 (Personen 3+). Noch stärker stieg der Anteil des zeitversetzen Fernsehens bei den 15- bis 29-Jährigen, dort sieht sich mittlerweile ein Fünftel (20,1 Prozent) die Sendungen erst nach der Erstausstrahlungen an, vor einem Jahr waren es noch 14,8 Prozent. In der Romandie kommt diese Zielgruppe sogar auf knapp 22 Prozent zeitversetztes Fernsehen.

Bei den Marktanteilen kam es nur zu geringfügigen Änderungen: SRF 1 blieb bei 19,2 Prozent Marktanteil stabil (-0.1 Prozent), SRF 2 steigerte sich um 1,2 Prozent auf 10,6 Prozent. Die nachfolgenden deutschen Sender blieben weitgehend stabil. Immerhin hat aber das Schweizer Privat-TV 3+ von Dominik Kaiser den Sprung in die Top 10 geschafft – exakt auf den 10. Platz. Nicht weil es sich marktanteilsmässig verbessert hätte – diese blieben stabil bei 1,7 Prozent – sondern weil ORF eins im ersten Halbjahr 2016 in der Schweiz weniger gut angekommen und auf den 13. Rang zurückgefallen ist.

Anders sieht es in der Zielgruppe der 15- bis 29-Jährigen aus: Dort steht SRF 2 mit 12 Prozent Marktanteil an der Spitze, gefolgt von Pro Sieben, RTL und erst an vierter Stelle SRF 1. 3+ kommt hier bereits auf Rang 8 (3 Prozent). Vor einem Jahr war dies noch anders: Damals war ProSieben mit 12 Prozent an der Spitze, gefolgt  von RTL (9.9 Prozent), SRF 2 (9,2 Prozent und SRF1 ( 7,4 Prozent). 3+ schaffte lag damals ebenfalls auf Rang 8 (3,2 Prozent).

Betrachtet man die Performance der Lokal-TVs, so kommen diese im ersten Halbjahr 2016 in ihrem Konzessionsgebiet auf eine durchschnittliche Nettoreichweite von 6.5 Prozent. Das ist leicht schwächer als vor einem Jahr, als der Durchscnitt bei 6,8 Prozent lag. Am meisten und sehr deutlich eingebüsst hat Telebasel (-2,8 Prozentpunkte), gefolgt TeleBärn (-0,7 Prozentpunkte). Die Gründe für den grossen Verlust des Basler Regiona-TVs finden Sie in diesem Artikel. Die grösste Steigerung beim heimischen Publikum vermochten Tele M1 (+0,9 Prozentpunkte) und Tele 1 (+0,8 Prozentpunkte) auszuweisen.
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