Umfrage von Media.Research.Group Google, Mediaschneider und Facebook haben die grösste digitale Kompetenz

Freitag, 08. September 2017
© zvg.

Wie steht es hierzulande mit der Digitalen Kompetenz von Medien, Vermarktern und Agenturen? Walter Weder von der Media.Research.Group liess Werbeauftraggeber 23 Media- und 25 Werbeagenturen sowie 46 Medienunternehmen nach deren "digitaler Kompetenz" beurteilen.

Zehn Player wurden mit einer Note von 8.5 bis 9.0 beurteilt, weitere 17 mit einer Note von 8.0 bis 8.5. Unter den ersten Zehn figurieren sechs elektronische Internet und Social Media Konzerne, allen voran Google mit einer Note von 8.98. Auf Platz 3 folgt mit Facebook gleich der nächste Social Media-Konzern. Dazwischen, auf Platz 2, finden wir die beste Schweizer Mediaagentur: Mediaschneider. Ihre Note beträgt 8.83. Neben Mediaschneider vermochten sich zwei weitere Mediaagenturen in den Top10 zu platzieren. Desgleichen die beste Werbeagentur: The House.

Wie diese Rangliste zustande kam:

Die Liste ist ein Teilergebnis aus dem Agenturrating Mediaagenturen, das von Walter Weder von der Media.Research.Group seit 2003 bei den Top750-Auftraggebern im Schweizer Werbemarkt erhoben wird. Bei einem Teil des Fragebogens enthält eine Liste von rund 100 Firmen, deren Leistungen (u.a. die digitale Kompetenz) beurteilt werden müssen – wobei die Auftraggeber nur jene Firmen beurteilen sollen, mit denen sie als Kunden auch tatsächlich zusammenarbeiten. Die Liste enthielt 23 Media- und 25 Werbeagenturen sowie 46 Medienunternehmen. Auf die Liste kommt nur, wer mindestens zehn Kunden unter den Top750-Auftraggebern hat. 2017 haben sich 351 der angefragten 750 Werbeauftraggeber an der Werbemarkt-Studie beteiligt.
Dahinter, bei den Playern mit einer Note von 8.0 bis 8.5 folgen je sieben Media- und Werbeagenturen sowie nochmals drei elektronische Medienunternehmen. Etwas weiter hinten, auf Platz 33, treffen wir mit einer Note von 7.79 auf das erste traditionelle Schweizer Medienunternehmen, die Goldbach Media, Sieger des Medien Awards in der Kategorie Medienvermarkter. Auf Platz 37 schliesslich figuriert mit einer Note von 7.69 das erste Printmedienunternehmen, Tamedia Advertising Zeitungen, der Sieger des Medien Awards in der Kategorie Medienanbieter.
(Bild: zvg.)

Die vermeintlich Ersten sind meist nicht zuvorderst

Betrachtet man die gesamte Rangliste, stellt man fest, dass Unternehmen, die explizit digital unterwegs sein wollen, entweder gar nicht auf der Liste figurieren oder erst sehr weit hinten genannt werden. Steilamedia zum Beispiel erscheint erst auf Rang 51, Mediacom, die grösste aller LSA-Mediaagenturen, belegt Rang 30, Publicis, die Nummer 1 der LSA-Werbeagenturen, erscheint sogar erst auf Rang 38. Clear Channel wiederum, das man nicht sofort mit digitaler Werbung assoziiert, wird immerhin auf Platz 53 genannt, die APG dagegen erst auf Platz 72, nach Citylights (69) und Neo Advertising (70). Admeira wiederum rangiert auf Platz 57 – und zwar mit Admeira Publishing, während Admeira Digital erst auf Rang 63 und Admeira Broadcast auf Rang 67 folgen. Den Kinovermarkter Werbeweischer findet man dann auf Platz 75, Publicitas auf Rang 80. Interessant auch: Die beiden Radiovermarkter Swiss Radio World und Cover Media liegen nahe bei einander: SRW auf Platz 66, Cover Media auf Platz 68. Speziell auch: NZZ Media Solutions wird auf Platz 50 genannt, audienzz hingegen erst auf Rang 55. wer umgekehrt Webrepublic sucht, tut dies vergebens. Gemäss Walter Weder wurde diese Digitalagentur gar nicht abgefragt, weil sie unter den Top750 Werbeauftraggeber keine zehn Kunden habe. Eine Aussage, die beim offiziellen Google-Partner allerdings ziemlich erstaunt. pd/knö

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