Kommunikation Schweiz KS/CS sagt Nein zur "wirtschaftsschädigenden 'No-Billag'-Initiative"

Mittwoch, 08. November 2017
Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
Die von Kommunikation Schweiz organisierte Prüfung zur Eidg. Berufsprüfung für Kommunikationsplanerin / Kommunikationsplaner 2017 war wieder stärker nachgefragt.
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KS/CS Kommunikation Schweiz lehnt die Volksinitiative "Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren" ("No-Billag") als wirtschaftsschädigend ab.
KS/CS Kommunikation Schweiz erachtet "eine vielfältige und lebendige Medienlandschaft als eine zentrale Voraussetzung für eine prosperierende Kommunikations- und Volkswirtschaft" in der Schweiz. Vor diesem Hintergrund misst der Dachverband der kommerziellen Kommunikation neben den privaten Anbietern auch dem Service public "vitale Bedeutung" zu. Allerdings begrüsst KS/CS gemäss Communiqué eine Grundsatzdiskussion über die künftigen Möglichkeiten und Grenzen des öffentlichen Dienstes in der Medienwelt und insbesondere der SRG. Die Volksinitiative sei jedoch ein Kahlschlag, der bei Weitem nicht nur die SRG treffe, sondern auch die 21 privaten Lokalradios (kommerzielle und komplementäre) und 13 Regionalfernsehsendern mit Gebührenanteilen sowie deren Mitarbeitende (Bemerkenswert: Die Mitarbeitenden oder Arbeitsplätze der SRG werden im Communiqué nicht erwähnt). "Die 'No-Billag'-Initiative verhindert auf unschweizerische Art einen konstruktiven Dialog über den Service public der SRG und der konzessionierten Privaten", schreibt der Verband weiter.

Er hebt zudem weiter hervor, dass aufgrund der zumindest kurzfristig massiven Beschneidung des Werbeplatzangebots auch Werbeauftraggeber und Agenturen stark benachteiligt würden. KS/CS erinnert denn auch an eine Studie, die er vor vier Jahren in Auftrag gegeben hatte: Diese besagt, dass bereits ein zehnprozentiger Rückgang der Werbeinvestitionen allein in der Kommunikationswirtschaft rund 2200 Arbeitsplätze vernichten und Steuerausfälle in der Höhe von 15.5 Millionen pro Jahr bewirken würde. Ein solcher Rückgang hätte zudem überproportionale Auswirkungen auf viele anderen Wirtschaftssektoren, die für ihr Wachstum auf Werbung angewiesen sind. Der Dachverband der kommerziellen Kommunikation lehnt deshalb die "No-Billag"-Initiative klar ab.
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