Kampagne Suizidprävention Auch Medienschaffende sind in der Pflicht

Freitag, 09. September 2016
Je nachdem, wie Medien über Suizid berichten, können solche vermieden oder erst recht gefördert werden. Hier das Cover eines Leitfadens für Medienschaffende und Redaktionen.
Je nachdem, wie Medien über Suizid berichten, können solche vermieden oder erst recht gefördert werden. Hier das Cover eines Leitfadens für Medienschaffende und Redaktionen.

Was können Journalistinnen und Journalisten tun, um mit ihrer Berichterstattung über Suizide möglichst keine Nachahmungshandlungen auszulösen? Die Kampagne Suizidprävention des Kantons Zürich und der SBB gibt dafür konkrete Tipps.
"Medienschaffende tragen in der Berichterstattung über Suizid eine grosse Verantwortung", heisst es auf der Kampagnen-Website www.reden-kann-retten.ch. Es sei erwiesen, dass Medienberichte zur Enttabuisierung des Themas beitragen können und damit einen Beitrag zur Verhinderung von Suiziden leisten. Gleichzeitig wisse man aber auch, dass unachtsame Berichterstattung über Suizid bei bereits gefährdeten Menschen Nachahmungshandlungen auslösen können. Auf der Website ist deshalb sowohl ein ausführlicher Leitfaden zum Thema "Medien und Suizid" für Medienschaffende, Redaktionen und Ausbildungsinstitutionen zu finden als auch eine übersichtliche Zusammenfassung mit praxisnahen Hinweisen dazu, was in der Berichterstattung vermieden werden sollten und was hilfreich ist. Einen dieser konkreten Tipps beherzigen wir nun auch und publizieren hier Informationen, die möglichst bei jedem Bericht über einen Suizid vermittelt werden sollten:

Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:

Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: Telefon 143

Beratungstelefon für Kinder und Jugendliche: Telefon 147

Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben:

Refugium - Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch

Nebelmeer - Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: 
www.nebelmeer.net 

Weitere Adressen und Informationen: www.reden-kann-retten.ch
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