Interwerk "ensuite" wagt den Sprung nach Deutschland und Österreich

Dienstag, 01. August 2017
"ensuite" hat sich auch im 15. Jahrgang unabhängigen Kulturjournalismus auf die Fahne geschrieben
"ensuite" hat sich auch im 15. Jahrgang unabhängigen Kulturjournalismus auf die Fahne geschrieben
Foto: "ensuite"

Das elfmal jährlich erscheinende Kulturmagazin "ensuite – Zeitschrift zu Kultur & Kunst" aus Bern gibt es jetzt vereinzelt auch an deutschen Kiosken an zu kaufen. Von September an soll der Vertrieb in Österreich starten.

Derzeit hat die Zeitschrift eine Auflage von 10.000 Exemplaren. Davon werden laut Chefredaktor Lukas Vogelsang 2600 im Abo vertrieben. Für die Präsenz auf dem deutschen Markt würden Gratis- und Messe-Exemplare abgezogen, und die Kioskauflage in der Schweiz werde verringert. Der Verlag Interwerk will so mit insgesamt 1500 Exemplaren in den Nachbarländern beginnen, ohne an der Gesamtauflage des Blattes, das sich unter anderem aus Spenden, Geldern von Förderern und Stiftungen sowie Abos und Werbung finanziert, zu schrauben.

Es wird demnach keine spezielle Auslands-Ausgabe geben. "Wir produzieren nicht für Deutschland, sondern wir produzieren für das Thema und für die Menschen, die sich für diese Themen interessieren", erläutert Vogelsang. "Ich finde es spannend, dass wir Deutschland andere Inputs liefern können – gerade durch die Schweiz, die in Sachen Kultur und Kunst einiges zu bieten hat."

Umsatzziele hat sich der Verlag bislang nicht gesetzt. "Wir arbeiten hin nicht nach ,Gewinn’, sondern sehen ein Kulturmagazin selber als ein Stück Kulturgut. Wir werden sehen, wer und wie die Leser und Leserinnen darauf ansprechen", sagt Vogelsang. Ziele für die Schweiz gibt es dagegen schon: Dort will man monatlich 65.000 Leser in der Deutschschweiz ansprechen. "Wir sind beim Print bei rund 35- bis 40.000 angekommen", so Vogelsang. "Mit den Online-Aktivitäten hätten wir das Ziel theoretisch erreicht." Dort beträgt die monatliche Reichweite zusammen rund 70.000 Leser.

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