Deutscher Medienkongress 2017 Können wir von Schweizern und Österreichern lernen?

Dienstag, 17. Januar 2017
Der Deutsche Medienkongress findet in der Frankfurter Alten Oper statt
Der Deutsche Medienkongress findet in der Frankfurter Alten Oper statt
© dfv

Wie tickt eigentlich der Medienmarkt in den südlichen Nachbarländern? Was läuft anders, was besser? Darüber diskutiert eine hochkarätige Podiumsrunde beim Deutschen Medienkongress 2017.

Man fasst Deutschland, Österreich und die Schweiz gern als die „D-A-CH-Region“ zusammen, weil sie tatsächlich viel gemeinsam haben. Aber Marketing und Mediensysteme unterscheiden sich teilweise deutlich. So ging in Österreich mit ATV erst 2003 der erste terrestrische Privatsender an den Start. Bis heute hat es die private Konkurrenz sehr schwer gegen den übermächtigen ORF – eine völlig andere Konstellation als im deutschen Markt.

Gibt es Dinge, die unsere Nachbarn in der D-A-CH-Region besser machen? Können sich die deutschen Marketing- und Medienmanager dort etwas abgucken? Über diese Fragen diskutiert beim Deutschen Medienkongress 2017 eine Runde erfahrener Top-Manager. 

Ralph Büchi
Ralph Büchi (© ASV)
Ralph Büchi ist Präsident International Axel Springer und Verwaltungsratsdelegierter Ringier Axel Springer Schweiz. Er hat damit die operative Führung des Anfang des Jahres gegründeten Joint Ventures, zu dem Titel wie „Schweizer Illustrierte“, „Bilanz“, „SI Style“ und „Tele“ gehören. Insgesamt umfasst das Portfolio über eine Million Abonnenten. Mit dem Schweizer Gemeinschaftsunternehmen bauen die beiden Verlage ihre bereits in Osteuropa bestehende Kooperation aus. In der Schweiz sieht Büchi vor allem Handlungsbedarf beim Thema Digitalisierung.

Christoph Tonini
Christoph Tonini (© Tamedia)
Christoph Tonini hat als CEO 2013 die Führung von Tamedia übernommen, dem größten privaten Schweizer Medienunternehmen. Zum Portfolio des traditionsreichen Verlagshauses gehören Zeitungen wie der „Tagesanzeiger“ in Zürich, die „Tribune de Genève“, zahlreiche Regionalzeitungen, die Gratiszeitung „20 Minuten“ sowie Rubrikenmärkte im Internet und Doodle, die Plattform für Terminorganisation. Unter dem Namen Tamedia Advertising soll die Vermarktung jetzt medienübergreifend gebündelt werden. Bei Tamedia ist der Digitalisierungsprozess bereits weit fortgeschritten: „Wir haben im vergangenen Jahr fast 40 Prozent unseres operativen Ergebnisses durch Digitalaktivitäten erzielt“, sagte Tonini im März 2016 in HORIZONT. „Ich bin optimistisch, dass wir in diesem Jahr die 50-Prozent-Schwelle erreichen werden.“

Michi Frank
Michi Frank (© Goldbach)
Michi Frank ist seit 2014 CEO der Goldbach Group, dem Schweizer Vermarkter von TV-Sendern und Onlineplattformen. Goldbach ist in Deutschland mit der Tochter Goldbach Germany seit Anfang 2015 als Bewegtbild-Vermarkter aktiv. „Goldbach Germany soll als neutraler, unabhängiger Vermarkter eine führende Position im Bereich Technologie und Innovation einnehmen“, erklärte Frank dazu kürzlich in HORIZONT. „Die Entwicklung in Deutschland ist positiv, wenn sie auch etwas langsamer vorangeht als ursprünglich geplant.“

Horst Pirker
Horst Pirker (© Verlagsgruppe News )
Horst Pirker fungiert seit 2014 als Geschäftsführer der Verlagsgruppe News in Österreich, in der unter anderem das gleichnamige Wochenmagazin und die Zeitschrift „Profil“ erscheinen. Seit vergangenen Sommer ist Pirker zudem Mehrheitsgesellschafter, weil er den 56-prozentigen Anteil von Gruner + Jahr an der Gruppe übernommen hat. Der Verlag war 2015 in die roten Zahlen gerutscht. Pirker will mit einem Restrukturierungsprogramm dafür sorgen, dass 2017 wieder ein positives Ergebnis erzielt wird.

Die D-A-CH-Runde wird moderiert von Marlene Auer, Chefredakteurin HORIZONT Austria.

Der Deutsche Medienkongress 2017 findet am 17. und 18. Januar 2017 in der Alten Oper Frankfurt statt. Top-Manager aus Unternehmen, Agenturen und Medien werden dort die wichtigsten Zukunftstrends der Branche diskutieren. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des HORIZONT Award an die Männer und Frauen des Jahres 2016. Alle Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Medienkongresses

Deutscher Medienkongress 2017

Der Normalpreis für die Teilnahme beträgt 1299 Euro. Wer sich frühzeitig für eine Anmeldung entscheidet, profitiert von einem reduzierten Preis von 999 Euro (bis 31. Dezember). HORIZONT-Abonnenten erhalten zusätzlich einen Rabatt von 100 Euro auf die Kongressgebühr. Darüber hinaus gibt es bei einer Anmeldung ab dem dritten Teilnehmer eines Unternehmens 50 Prozent Rabatt. Die Anmeldung berechtigt gleichzeitig zum kostenfreien Besuch des HORIZONT Award. Veranstalter des Deutschen Medienkongresses 2017 sind HORIZONT und dfv Conference Group.

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