Clear Channel Schweiz "Top-Werbeflächen von Luzern und VBZ bilden unsere neue Kategorie 5*+"

Mittwoch, 26. Oktober 2016
Kathrin Petrow ist Product Director von Clear Channel Schweiz.
Kathrin Petrow ist Product Director von Clear Channel Schweiz.
© zvg.

Kathrin Petrow, Product Director Clear Channel Schweiz CCS, erklärt, weshalb CCS neue Preisskategorien für die eigenen Plakatstellen geschaffen hat. Und weshalb der Aussenwerber trotzdem an der früheren Aussage festhält, wonach die CCS-Preise insgesamt nur um 2,5 Prozent steigen.
CCS hat ein neues Preissystem geschaffen: Statt wie bisher vier Preiskategorien (bei F200 L/R fünf) wechselte CCS neu auf sechs Kategorien. Weshalb? Die Preisgestaltung wurde von uns vollständig überarbeitet. Neben den Werten von SPR+ fliessen definierte Standort-, Umfeld- und Nachfrage-Kriterien in die Stellenbewertung ein. Bislang hatten wir fünf Qualitätskategorien, ab 2017 werden es sechs sein. Die zusätzliche höchste Qualitätskategorie (5*+, 0.5% der Stellen) macht deshalb Sinn, da wir nun mit den hinzugewonnenen Top-Werbeflächen in der Stadt Luzern und an den VBZ-Haltestellen über eine neue Art von Inventar verfügen, die wir bisher nicht hatten. Stellt man die Preise 2016 jenen von 2017 gegenüber, steigen diese bei den Formaten F200L und F24 recht deutlich an. Und die Tarife in den neuen fünften und sechsten Preiskategorien macht den Eindruck einer ziemlich willkürlichen Preisfestsetzung. Welche Überlegungen stehen dieser zugrunde? Bisher hatten wir fünf Qualitätskategorien, ab 2017 werden es sechs sein. Das ist eben nicht vergleichbar. Und die neue Kategorie (5*+) enthält wie erwähnt bloss wenige ausgesuchte Stellen. Deshalb betonen wir auch, dass ein Vergleich der Preise aufgrund der Neuklassifizierung aller Stellen und des neuen Inventars nicht sinnvoll ist. Mit den SPR+-Daten und den weiteren erwähnten Kriterien verfügen wir heute über eine fundierte Grundlage für die Preisfestsetzung.

Ist die frühere CCS-Aussage, wonach 'über alle Segmente mit einem Preisanstieg von ca. 2.5 %' zu rechnen sei, wirklich glaubwürdig. Es dürfte doch etwas mehr sein, oder? In dem Bereich, in dem wir am meisten Stellen haben, also die klassischen, geklebten Plakate, sinken die Preise 2017 tendenziell. Bei den höher wertigen Stellen (Scroller, beleuchtete Stellen) ist mit Preiserhöhungen zu rechnen. Deshalb bleiben wir dabei: Über alle Segmente rechnen wir 2017 mit einem Preisanstieg von ca. 2.5 Prozent.

Ausgehend von SPR+ MobNat: Gab es bisher CCS-Stellen, die deutlich unter- oder überbewertet waren? Wir hatten bisher keinen Zugang zu den SPR+-Daten. Wir können deshalb keine Vergleiche mit 2016 anstellen.

Wird sich CCS an der Ausschreibung in Basel beteiligen? Wir äussern uns zu laufenden Verfahren grundsätzlich nicht.

Das Interview wurde schriftlich geführt. knö

Was die Schweizer Werbeauftraggeber (SWA) zu den CCS-Preisen 2017 sagen:

Werbeauftraggeber stehen an allen Fronten unter Preisdruck. Deshalb sind Preiserhöhungen für uns immer problematisch. Es ist jedoch zu begrüssen, dass nach der APG nun auch die Clear Channel die neuen Leistungsdaten aus "SPR+ MobNat" für ihr Pricing beizieht. Der durchschnittliche Preisanstieg von 2,5 Prozent für wesentlich mehr Kontakte scheint dabei auf den ersten Blick akzeptabel. Der Teufel dürfte aber wie immer im Detail stecken und der SWA interessiert sich jetzt besonders dafür, wie sich der Vermarkterwechsel bei den Zürcher Verkehrsbetrieben (VBZ) und den neuen Stellen in Luzern ausgewirkt hat. Bekanntlich bezahlte die Clear Channel viel Geld für diese Flächen und dürfte nun ein entsprechendes Pricing durchsetzen? Der SWA wird dies in den nächsten Wochen genauer untersuchen.

Roland Ehrler, Direktor, SWA

Auch HORIZONT Swiss hat sich dieses Themas angenommen und wird demnächst dazu einen Artikel publizieren.



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