Alexander Duphorn "Wir neigen selten dazu, Champagnerkorken knallen zu lassen"

Dienstag, 04. Oktober 2016
Alexander Duphorn, CEO bei Goldbach Media Switzerland, freut sich über einen neuen Kunden
Alexander Duphorn, CEO bei Goldbach Media Switzerland, freut sich über einen neuen Kunden
© Goldbach Media

Letzte Woche hat SevenOne Media den Vermarktungsvertrag mit Goldbach Media vorzeitig und einseitig verlängert – als Zeichen des Vertrauens. Doch Goldbach reagierte erstaunlich verhalten. HORIZONT Swiss sprach darüber mit Alexander Duphorn, CEO von Goldbach Media.
Herr Duphorn, letzte Woche hat SevenOne Media bekannt gegeben, dass sie den Vertrag mit Goldbach Media vorzeitig verlängert. Haben daraufhin in Küsnacht die Champagnerkorken geknallt? Unsere Zusammenarbeit mit der SevenOne Media ist gut, was mit dieser Vertragsverlängerung gewürdigt wird. Mit ihrem Entscheid hat SevenOne Media klare Verhältnisse geschaffen, was für alle Partner gut und wichtig ist. Wir neigen selten dazu, Champagnerkorken knallen zu lassen, freuen uns aber über Erfolge und kehren schnell wieder ins daily business zurück, erst recht jetzt anlässlich der Buchungseröffnung 2017. Eigentlich ändert sich also aus Sicht der Goldbach Media gar nichts? Die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die erfolgreiche Vermarktung der Sender werden genauso weiterlaufen wie bisher.

Diese Haltung – "eigentlich wussten wir eh, dass wir gut sind" – kam auch ein Stück weit im Communiqué zum Audruck, das Sie letzte Woche verschickt hatten. So gingen Sie in Ihrem Zitat mit keinem Wort auf die Vertragsverlängerung ein, sondern sagten bloss etwas zu den SevenOne-Sendern – eine allgemeine Aussage, die Sie jederzeit machen könnten. Das wirkte tatsächlich etwas emotionslos. (lacht) Nein, so war es nicht gemeint. Bereits in den Gesprächen hat Andrea Haemmerli, Managing Director der SevenOne (Schweiz) AG, ihrer Freude über die gute, bisherige Zusammenarbeit Ausdruck verliehen, wir waren also in einem gemeinsamen Prozess. Natürlich freue ich mich extrem über diese Verlängerung. Unser Ziel ist es, dass unsere Kooperation weitergeht und wir in Zukunft sogar noch dynamischer zusammenarbeiten.

Mit der Mitteilung zur Vertragsverlängerung ging es laut Haemmerli auch darum, die Verunsicherung bei Goldbach aufzulösen. Wie gross war diese tatsächlich? Der Markt ist derzeit in Bewegung. Viel wird gesagt, noch mehr geschrieben. Auch in einem Ihrer Admeira-Berichte zitierten Sie Marc Walder mit genau so einer Aussage. Auch unsere Mitarbeitenden werden darauf angesprochen. Da ist es wichtig, zu wissen: ProSiebenSat1 ist ein Keypartner von uns, und wir werden ihn auch künftig vermarkten. Dass wir jetzt dieses Zeichen von einem unserer Top-Partner bekommen haben, gibt unseren Mitarbeitenden und auch der Führung von Goldbach ein gutes Gefühl.
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