Admeira Mediaagenturen sind eher ernüchtert

Mittwoch, 17. August 2016
Am 26. Juli traf sich der Zürcher Werbeclub zum Thema "Admeira". Darüber publizierte Zenith Optimedia nun einen ausführlichen Artikel.
Am 26. Juli traf sich der Zürcher Werbeclub zum Thema "Admeira". Darüber publizierte Zenith Optimedia nun einen ausführlichen Artikel.
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An einer Diskussion des Zürcher Werbeclubs machten die Agenturen deutlich, dass sie Admeira an seinen Versprechen messen. Was das Crossmedia-Angebot angeht, blieb dieses bisher offenbar unter ihren Erwartungen. Das geht aus einem ausführlichen Artikel hervor, der auf der Website von Zenith Optimedia zu finden ist.
Am 26. Juli traf sich der Zürcher Werbeclub bei Zenith Optimedia. Das Thema: Admeira. Zu dieser Zusammenkunft ist nun auf der Website der Agentur ein "Mediafenster" erscheinen, ein ausführlicher Bericht, dessen Autor allerdings nicht genannt wird. Gemäss diesem Artikel wünschen sich die Agenturen von Admeira, teilweise aber auch von der Politik und von den Forschungsorgansiatioen, vier Dinge: Die Möglichkeit, zielgruppenorientierte TV-Werbung auch auf konzessionierten Sendern schalten zu dürfen, beim Planen und Buchen von TV-Werbung wollen sie eine programmatische Lösung und beim Medium Print zumindest erste programmatische Ansätze – und zwar möglichst bald. Ferner appellieren sie an die Forschung und pochen auf medienübergreifende Reichweiten, die nach Zielgruppen ausgewertet werden können. Vom Crossmedia-Angebot von Admeira, wie es sich in den ersten Monaten präsentiert hatte, scheinen die Agenturen eher enttäuscht zu sein. Es wird im Artikel als zu "starr" und "zusammengewürfelt" bezeichnet. Beat Krebs, CEO von Zenith Optimeda, wird dazu im Artikel wie folgt zitiert: "Ich wünsche mir, dass crossmediale Produkte wirklich crossmedial funktionieren und nicht nur die Zusammenführung von einzelnen Kampagnen darstellen."

Interessant ist, dass dies  Marc Walder, Verwaltungsratspräsident von Admeira und CEO von Ringier, vor drei Tagen noch ganz anders sah. Auf die Frage von HORIZONT Swiss, ob das grosse crossmediale Angebot von Admeira auch vermehrt genutzt werde, hatte er gesagt: "Wir haben eine herausfordernde Zeit hinter uns. ... Nun sind wir sehr zufrieden und gut unterwegs. Das Feedback der grossen Werbeauftraggeber ist durchwegs positiv."

Spannend
 ist auch eine Äusserung von Alex Duphorn, CEO von Goldbach Media, der beim Treffen des Zürcher Werbeclubs ebenfalls anwesend war. Gemäss Artikel hatte er dort gesagt, dass er nichts von der Idee halte, mit anderen Marktpartnern zusammen ein Konkurrenzunternehmen zu Admeira zu bilden. "Ich möchte keine Kooperation mit anderen Marktpartnern ausschliessen, aber es ist ja niemandem geholfen, wenn wir z.B. mit Tamedia und der UPC gemeinsam ein anderes gallisches Dorf eröffnen und da unsere eigenen Lösungen entwickeln. Wir setzen uns für einen offenen Markt ein, in dem alle Teilnehmer Zugang zu den notwendigen Datenpools haben", wird Duphorn zitiert.

Das hat allerdings auch schon anders geklungen. Ebenfalls gegenüber HORIZONT (Ausgabe vom 31. März 2016) hatte Duphorn vor vier Monaten bedauert, dass UPC oder auch Sunrise zwar gut aufgestellte Netze hätten, technisch aber nicht so weit seien, um zielgruppenspezifische TV-Werbung anzubieten.
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