APG Mehr Umsatz und Gewinn trotz einiger Vertragsverluste

Dienstag, 28. Februar 2017
Die APG blickt auf ein erfolgreiches 2016 zurück.
Die APG blickt auf ein erfolgreiches 2016 zurück.
© zvg.

Die APG bezeichnet das Geschäftsjahr 2016 als "sehr erfolgreich". Der Gruppenumsatz um 0.7 Prozent auf 315.4 Millionen Franken. Das um Sondereffekte bereinigt Nettoergebnis beträgt 52.6 Millionen Franken, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 0.8 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2016 stieg der Gruppenumsatz um 0.7 Prozent auf 315.4 Millionen Franken. Während die Verkaufserlöse im Heimmarkt Schweiz 0.4 Prozent zunahmen, konnte im Segment International ein starker Anstieg der Verkaufserlöse von 10.7 Prozent ausgewiesen werden. Mit dem Verkauf einer Immobilie in Basel verringerten sich auch die damit verbundenen Mieterträge. Durch diesen Liegenschaften-Verkauf konnte auf Stufe Betriebsertrag ein positiver Einmaleffekt von 22.6 Millionen Franken verbucht werden.

Gutes Nettoergebnis

In der Berichtsperiode wurde ein Nettoergebnis von 70.5 Millionen Franken erzielt. Nebst einem starken operativen Resultat hat auch der Einmaleffekt durch den Liegenschaftenverkauf in Basel das Ergebnis um 18.0 Millionen Franken positiv beeinflusst. Bereinigt um diesen Sondereffekt beträgt das Nettoergebnis 52.6 Millionen Franken, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 0.8 Prozent entspricht. Erstmals konsolidiert wurde im Geschäftsjahr 2016 die Ende Februar akquirierte AlpenPlakat AG.

Leicht mehr Umsatz in der Schweiz

Die Verkaufserlöse Schweiz von 303.4 Millionen Franken lagen 0.4 Prozent über dem umsatzstarken – durch die Parlamentswahlen geprägten – Vorjahr. Diese Entwicklung im Werbemarkt darf als sehr erfreulich bezeichnet werden, galt es doch, zusätzlich auch noch die Umsätze aus den auslaufenden Konzessionsverträgen mit dem Flughafen Genf sowie der Stadt Luzern zu kompensieren. Gelungen ist dies dank dem kontinuierlichen Ausbau digitaler Angebote, einer aktiven, segmentmarkenübergreifenden Marktbearbeitung und einer konsequenten Ausrichtung des Verkaufs sowie von Planungs- und Buchungsinstrumenten auf die spezifischen Bedürfnisse lokaler wie auch nationaler Werbetreibender. Zum Umsatzwachstum beigetragen haben alle Segmentmarken. Die Akquisition und Einbindung der per Februar 2016 übernommenen AlpenPlakat AG verlief erfreulich. Am 1. Juli 2016 erfolgte die erfolgreiche Markteinführung von APG|SGA Promotion. Dieses Kompetenzzentrum für interaktive Live-Kommunikation vermarktet exklusiv die Verteil- und Promotionsflächen in SBB Bahnhöfen. Es wird sein Portfolio in diesem wachsenden Bereich von "Out of Home Communications" weiter ausbauen.

Serbien ist ein strakes Standbein

Im Ausland ist die APG nur noch in Serbien operativ tätig. In der Berichtsperiode haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Serbien verbessert, und die dortige Tochtergesellschaft Alma Quattro hat sich erfreulich entwickelt. Im Geschäftsjahr 2016 sind die Verkaufserlöse in Lokalwährung um 11.3 Prozent angestiegen. In Franken ergab dies eine Zunahme von 10.7 Prozent auf 11.9 Millionen Franken. Kurz vor Jahresende konnte ein sehr langfristiger Konzessionsvertrag mit der Stadt Belgrad unterzeichnet werden. Im Rahmen einer Ausschreibung, basierend auf einem "Public Private Partnership-Model", hat Alma Quattro den Zuschlag erhalten, weiterhin exklusive Partnerin der serbischen Hauptstadt in Sachen Stadtmöblierung und Werbung auf öffentlichem Grund zu sein. Zu den bereits bestehenden Werbeträgern werden noch zusätzliche Werbestandorte hinzukommen. Auch der Rollout von digitalen Werbeträgern in der Innenstadt ist vorgesehen. Alma Quattro ist klare Marktführerin in Serbien.

Erneut doppelte Dividende

Für das Geschäftsjahr 2016 schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Auszahlung einer Dividende von 12 Franken und einer Sonderdividende 12 Franken vor. (Vorjahr: Dividende CHF 11.50 sowie Sonderdividende von 11.50 Franken). Dies ergibt eine Auszahlung von total 24 Franken pro Aktie.

Aufgrund der grossen Volatilität und der Tendenz zu immer kurzfristigeren Buchungen im Werbemarkt sowie hängiger Rekursverfahren bei Partnerverträgen verzichtet die APG weiterhin auf eine konkrete Prognose zur Umsatzentwicklung in den kommenden Monaten.

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