Nicola Schlup

Nicola Schlup

Nexum 5 Tipps für den Einsatz von Virtual Reality

Dienstag, 24. Januar 2017
Viele technologischen Trends der letzten Jahre sind geprägt von einer anfänglichen Euphorie, während der die Technologie vor den Inhalt gestellt wurde. Mobile Apps wurden in deren Anfangszeit nicht selten für Inhalte und Nutzungsszenarien entwickelt, die zur Abwertung der damals neuen Technologie beitrugen. Dem Trendthema Virtual Reality droht ein ähnliches Schicksal, sollten Unternehmen und Agenturen es versäumen, einige grundlegende Überlegungen zum sinnvollen Einsatzzweck der Technologie anzustellen. In ihrem Enhanced Interaction Lab in Bern erforscht die Digitalagentur Nexum neuartige digitale Interaktionsformen. Managing Director Nicola Schlup stellt im Gastbeitrag für HORIZONT Online seine 5 wichtigsten Tipps zum Einsatz der Virtuellen Realität vor.

Tipp 1: Selektiv sein, was den Einsatz von Virtual Reality anbelangt

Ein schlechtes Nutzer- und somit auch Markenerlebnis entsteht dann, wenn Inhalte nur dem VR-Trend zuliebe in die Virtual Reality gepackt werden. Werbetreibende sollten sich bewusst sein, dass die Erwartungshaltung ihrer Konsumenten hoch ist, wenn diese sich eine VR-Brille überziehen. Entsprechende Enttäuschung kommt auf, wenn sich hinter dem vermeintlichen VR-Erlebnis lediglich ein interaktionsloses 360°-Video ohne Rundum-Action verbirgt. Bieten Sie Ihren Nutzern zumindest die Möglichkeit einer geringen Interaktion, um tiefer eintauchen zu können.

Tipp 2: Das Equipment der Zielgruppe berücksichtigen

Es gilt zu unterscheiden, wo und in welcher Umgebung die Virtuelle Realität genutzt werden soll. Noch verfügen wenige Privatpersonen oder Unternehmen über das nötige Equipment, um VR-Applikationen in ihren eigenen Räumlichkeiten nutzen zu können.

Auch günstige VR-Lösungen, wie beispielsweise Google Cardboards in Kombination mit dem Smartphone, sind zwar auf dem Vormarsch, gehören aber bei Weitem noch nicht zum Standard. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, versorgen Sie Ihre Zielgruppe gleich mit dem nötigen Equipment. Gebrandete Cardboards sind ein nettes Gimmick, kompatibel mit einer Vielzahl an Smartphones und bei entsprechender Auflage bereits ab wenigen Franken erhältlich.

Anders sieht es in eigenen Filialen oder an Messen aus, wo Sie mit Ihrem eigenen, hochwertigen Equipment präsent sein können und beispielsweise mit einer HTC Vive ein intensiveres VR-Erlebnis ermöglichen.

Tipp 3: VR benötigt Erklärung und Begleitung

Gerade hochwertige VR-Gerätschaften im stationären Einsatz benötigen je nach Zielgruppe eine kurze Einführung in die Bedienung und eine laufende Betreuung. Insbesondere Kinder und Frauen haben derzeit noch ein erhöhtes Risiko unter Motion Sickness zu leiden –  also einer durch VR verursachte Übelkeit, bei der die VR-Nutzung sofort abgebrochen werden sollte. 

Und vernachlässigen Sie bei einem öffentlichen VR-Einsatz nicht die Brillen-Hygiene, denn der eine oder andere Nutzer wird durch die noch schweren und klobigen Brillen ordentlich ins Schwitzen kommen.

Tipp 4: Die Aufmerksamkeit lenken

Wie auch im echten Leben geniesst der Nutzer in der virtuellen Realität eine Rundumsicht, was mit entsprechend viel Ablenkungspotenzial verbunden ist. Der geschickte Einsatz von Akustik und Licht in der VR kann dabei helfen, die Aufmerksamkeit des Nutzers dort hinzubewegen, wo die Markenstory stattfindet.

Tipp 5: Den technischen Fortschritt verfolgen

Keine Woche vergeht ohne Nachricht über neues oder verbessertes VR-Equipment. Die störenden Kabelstränge der HTC Vive gehören bereits der Vergangenheit an und diverse Prototypen feilen an der simulierten Haptik sowie einer intuitiveren Steuerung. Es lohnt sich daher, die technische Weiterentwicklung intensiv zu verfolgen und daraus Schlüsse für den eigenen Verwendungszweck als Early Mover zu ziehen.

Nexum

Nexum ist eine Beratung und Agentur für Kommunikation, Interaktion und Transaktion im digitalen Zeitalter. Das Unternehmen will seinen Kunden helfen, ihre Geschäftsziele durch eine optimale User Experience und den kreativen Einsatz modernster Technologien zu erreichen. Als einer der grössten inhabergeführten Full-Service-Dienstleister in Deutschland beschäftigt Nexum 160 feste Mitarbeiter in Köln (Hauptsitz), Hamburg und München sowie der Mehrheitsbeteiligung Nexum Agency Switzerland AG mit Standorten in Bern und Basel. Zu den Kunden gehören unter anderem Coop, Interdiscount, Schweizerische Post, BASF, BMW, Fresenius, Intersnack, Lufthansa Miles & More, METRO, Otto, PENNY, REWE, Suzuki sowie das ZDF.

 

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