Branche Zukunftspläne der Österreicher

Freitag, 19. November 2004
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Zukunftsplan


Die Zahl der Österreicher, die nach eigener Angabe im Leben "noch vieles vorhaben", hat seit 1996 kontinuierlich abgenommen. Ungeachtet der kleiner gewordenen Zahl der Menschen, die im Leben noch vieles verwirklichen wollen, hat die Qualität der Zielsetzungen kaum gelitten. So hat sich nur das Fernweh der Österreicher in wirklich starkem Maße (um 8 Prozentpunkte) vermindert, wenngleich die Absicht, Reisen zu unternehmen und die Welt kennenzulernen, nach wie vor an der Spitze der Wünsche steht. Nahezu alle übrigen Zielsetzungen nehmen jetzt einen höheren Stellenwert ein als im Jahr 1996. Deutlich Zulauf bekam die Absicht, sich weiterzubilden und sein Wissen zu erweitern sowie das Bestreben, beruflich vorwärts zu kommen. Größer geworden ist allerdings auch das Verlangen, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen zwei Tendenzen: Die Absicht, eine Familie zu gründen, hat von 27 auf 33 Prozent zugenommen und der Wunsch, eine Erbschaft für die Kinder zu schaffen, schnellte sogar um zwölf Prozentpunkte (von 15 auf 27 Prozent) hinauf. Vergleichsweise wenig Geschmack finden die Österreicher nach wie vor daran, sich an Hilfsdiensten zur Linderung der Armut zu beteiligen, ein Unternehmen zu gründen oder auf die politische Entwicklung Einfluß zu nehmen. Insbesondere in der jungen Generation (Personen unter 30 Jahren) ist eine Neuorientierung der Lebensziele in Gang gekommen ist. Anders als vor acht Jahren richten sich die Vorsätze dieser Altersgruppe nämlich nicht mehr in erster Linie auf das Reisen, sondern auf die Weiterbildung und Wissenserweiterung sowie auf die Familiengründung. Erst dann kommt das Verlangen, die Welt kennenzulernen, gefolgt von den Absichten, beruflich vorwärts zu kommen und das Leben zu genießen. Die Lust der jungen Österreicher, in der Politik mitzumischen ist allerdings unverändert gering geblieben. Auch die Bereitschaft, für einige Zeit in einem anderen Land zu leben oder zu arbeiten, ist mit 17 Prozent nur unwesentlich größer als bei der österreichischen Gesamtbevölkerung.
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