Branche "Zu Gast bei Freunden" wird wörtlich genommen

Mittwoch, 31. Mai 2006

WM-Dörfer, Gastronomie-Meilen und Ladenöffnungszeiten bis 22.00 Uhr: Die Fußball WM 2006 kann zum Open-Air-Festival in Deutschland werden und die Alltagsgewohnheiten der Deutschen verändern: "Out" ist "in"! Ein Spiel der WM live im Stadion mitzuerleben, bleibt für viele Fußballfans ein Traum. Nur eine Minderheit der Deutschen (3,4 Prozent) gibt derzeit an, ein Ticket für die Spiele erworben zu haben. Hierbei entfallen doppelt so viele Karten auf Männer wie auf Frauen - ein Verhältnis, das im Bundesligaalltag noch extremer ausfällt. Bei Ticketpreisen bis zu 600 Euro muss man sich eine Karte aber auch leisten können. Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen steigt auch der Anteil der Karteninhaber. Innerhalb der Altersstruktur liegt der Anteil der jüngeren Stadiongänger (bis 34 Jahre: 6,2 Prozent) deutlich über dem der älteren Zuschauer (über 55 Jahre: 2 Prozent). Bereits im Februar 2006 sagten 9,7 Prozent der Deutschen dass sie während der WM verreisen wollen. Die Annahme, diese Urlauber würde die WM nicht interessieren, erweist sich als falsch. Fast zwei Drittel von ihnen wollen auch zwischen Sonne, Strand und Meer die Spiele im Fernsehen verfolgen. Und wer arbeiten muss, will deshalb nicht auf das Mitfiebern verzichten. Immerhin 3,3 Prozent planen - meistens gemeinsam mit Kollegen - die Arbeit ruhen zu lassen und das Geschehen am Bildschirm zu verfolgen. Viele Arbeitgeber stellen Bildschirme auf und planen Events.
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