Versicherungen Lohnt das KfZ-Geschäft?

Mittwoch, 06. April 2005

Der Kfz-Versicherungsmarkt ist ein heiß umkämpfter Markt. Eine neue Preisrunde wurde erst Ende letzten Jahres eingeläutet und vor allem Direktversicherer versuchen mit hohem Werbedruck, Kunden zum Wechsel ihrer Versicherungsgesellschaft zu bewegen. Die Versicherer können für den Untersuchungszeitraum 1999 bis 2003 in vier Strategie- und Performance-Cluster eingeteilt werden:
"Erfolgreiche" Versicherer sind jene mit positivem Wachstum und einer Combined Ratio unter 100% - eine überschaubare Gruppe, die sich Anerkennung verdient hat. Beispiele im Untersuchungszeitraum 1999-2003 sind die DEVK und die Westfälische Provinzial.
"Investoren" sind jene Versicherer, die mit einem positiven Wachstum und einer Combined Ratio über 100% aufwarten - eine relativ große Gruppe, die in einigen Jahren um Ihren hohen Kfz-Versicherungsbestand beneidet werden könnte - heute noch zu Lasten der Kosten-/Ertragssituation. Insbesondere Direktversicherer aber auch die Volksfürsorge und die Hamburg-Mannheimer können hier genannt werden.
"Sanierer" sind jene Versicherer mit einem negativen Wachstum und einer Combined Ratio unter 100% - also solche Versicherer, die zum Beispiel durch Bestandsbereinigung zu Lasten Ihres Wachstums die Rentabilität im Griff haben oder noch weiter verbessern wollen.
"Nachzügler" sind schließlich jene Versicherer, die trotz negativen Wachstums eine ungünstige Combined Ratio über 100% verbuchen müssen. Für diese Versicherer besteht Handlungsbedarf, sofern der Kfz-Bereich langfristig zu den relevanten Geschäftsfeldern gehören soll.
Im Hinblick auf grundsätzliche Trends im Kundenverhalten im Kfz-Versicherungsmarkt ist die die insgesamt gestiegene Zufriedenheit der Kunden bei den "Erfolgreichen" zwischen 1999 und 2003 deutlich stärker angestiegen als bei den "Nachzüglern". Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Ansprüche der Kunden an die Versicherer über die letzten 10 Jahre kontinuierlich gestiegen - bei gleichzeitig abnehmender Preisbereitschaft. Nicht zuletzt sind die Kfz-Kunden offener für den Wechsel von Gesellschaften und alternative Vertriebswege (Multi-Channel) geworden. Die Direktkanäle Telefon und Internet verzeichnen immerhin bereits11 Prozent der zuletzt getätigten Kfz-Abschlüsse. Die klassischen Vertriebswege Vertreter (zu Hause) und Geschäftsstelle bleiben jedoch konstant dominierend
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