Branche Verbraucherverbände sind vertrauenswürdig

Mittwoch, 06. April 2011
Quelle: Lightspeed Research
Quelle: Lightspeed Research

Bei der Suche nach dem richtigen Produkt oder Service – egal ob Auto, Computer, Urlaub oder Finanzdienstleister: Die Deutschen befragen zunächst ihre Suchmaschine (Produkte: 76 Prozent, Dienstleistungen: 72 Prozent) und studieren die Testberichte der Verbraucherzentralen (Produkte: 65 Prozent, Dienstleistungen: 58 Prozent).

Damit liegen die Deutschen vor allem in Punkto Vertrauen in Verbraucherinstitutionen im internationalen Vergleich deutlich vorne: In Frankreich und Großbritannien nutzen nur 35 und 36 Prozent diese Informationsquelle.

Ebenfalls beliebt bei den Deutschen sind Shopping-Sites (Produkte: 62 Prozent) und Preisvergleichsseiten (Produkte: 56%). Communities hingegen scheinen keine gute Quelle für Produktempfehlungen, -tests und -recherchen zu sein. Nur 8 Prozent der deutschen Befragten suchen auf Facebook und Co. Bei den Briten sind es sogar nur 7 Prozent und bei den Franzosen nur 5 Prozent. Soziale Netzwerke sind zwar beliebte Kommunikationskanäle, aber für das Einkaufen im Internet ungeeignet, so die Befragten.

Trotzdem ist es einem Viertel (25 Prozent) der Verbraucher sehr wichtig bis wichtig (32 Prozent), dass andere Konsumenten oder Freunde, Familie, Kollegen (insgesamt 59 Prozent) etwas Positives über ein Produkt sagen. Aber auch hier hat die Meinung der Verbraucherzentralen wieder Vorrang (mit insgesamt 78 Prozent).

Dennoch können negative Bewertungen im Netz das Kaufverhalten entscheidend verändern. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Schmerzgrenze bei etwa drei negativen Bewertungen liegt.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie von Lightspeed Research. Die Untersuchung wurde im März 2011 durch das Online-Panel von Lightspeed Reseach mit jeweils 1.000 Befragten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA durchgeführt.

Nähere Informationen zu Lightspeed Research finden Sie auch online im p&a Handbuch der Marktforschung.
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