Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018 Menschen können nur von Menschen verstanden werden

Mittwoch, 20. Dezember 2017
Ines Imdahl
Ines Imdahl
© rheingold salon

Ines Imdahl, Geschäftsführerin rheingold salon, befürchtet einen Qualitätsverfall durch DIY-Plattformen und Forschung auf Basis von "zwei Fällen". Das gefährdet die Glaubwürdigkeit. Sie hofft auf eine gemeinsame Qualitätsoffensive von qualitativen und quantitativen Forschern. Denn sonst drohe Einzelkämpfertum.


Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen und die wichtigsten Themen, die die Branche im Jahr 2018 beschäftigen werden?  

Zu meistern ist vor allen Dingen der zunehmende Qualitätsverfall in der Branche. DIY Plattformen bieten auch Research Laien die Möglichkeit ‚scheinbar‘ repräsentative Umfragen zu machen. Ebenso gibt es immer mehr qualitative Institute, die tatsächlich auf der Basis von zwei Fällen, Segmentierungen und Psychogramme vornehmen. Es gilt zu verhindern, dass dies als echter Research angesehen wird. Denn selbst für qualitative Forschung ist das Kaffeesatz-Lesen. Wovon wird sich die Branche verabschieden müssen?
Wenn es schlecht läuft, wird sie sich von ihrer Glaubwürdigkeit verabschieden. Wenn es gut läuft vom Einzelkämpfertum – denn dann wird es eine Qualitätsoffensive geben müssen – sowohl bei den qualitativen als auch bei den quantitativen Forschern - die sie gemeinsam angehen!

Was steht für Ihr Unternehmen im kommenden Jahr an?
Unser Digitalisierungs-Kongress Digital Me- Digital Be  - aber auch der weitere, ständige Umbau, um immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben.
Neujahr 2018
© Pixabay.com

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Wie sind Sie mit dem Jahr 2017 zufrieden? Was ist Ihnen besonders gut gelungen?
Gelungen ist es, einige neue Kunden davon zu überzeugen, dass sich Qualität lohnt und guter Research seinen Preis wert ist. Vor allem wenn weitreichende Entscheidungen, wie der Bau einer neuen Produktionsstätte oder auch einer sehr teuren neuen Kampagne gefällt werden müssen.

Wie sieht die Marktforschung im Jahr 2030 aus?
Entweder wird sich die Billigforschung – 9.99 löst alle ihre Probleme – in Luft aufgelöst haben und wir haben festgestellt, dass Big Data und KI sich zwar entwickeln, aber wenig erklären. Das Menschen eben als Menschen verstanden werden müssen, um sie richtig anzusprechen – oder aber, die Branche wird es wohl nur noch in sehr reduzierter Weise geben.
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