Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018 Der Markt ist nicht das Limit, sondern die Wachstumsfähigkeit

Mittwoch, 06. Dezember 2017
 Olaf Hofmann, Geschäftsführer Skopos Group
Olaf Hofmann, Geschäftsführer Skopos Group
© Skopos

Olaf Hofmann, Geschäftsführer der Skopos Group, kann für 2017 ein Wachstum um 30 Prozent vermelden. Getrieben wird das Wachstum vor allem von den neuen Unternehmenseinheiten für Comunities und User Experience. Die Perspektive für das Jahr 2030 sieht Hofmann ebenfalls positiv: bunter und vielfältiger und weiterhin stark wachsend.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen und die wichtigsten Themen, die die Branche im Jahr 2018 beschäftigen werden?  

Im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung, d.h. ständiger Erneuerung von Dienstleistungsangebot und Prozessen sowie neuen Themen bei unseren Kunden (z.B. agile Marktforschung) unsere Kernkompetenzen nicht aus den Augen zu verlieren, sondern diese sogar noch ausbauen.
Kernkompetenzen sind und bleiben: Methodisch fundierte Beratung, Analyse-, Branchen- und Themenkompetenz. In einem Satz: Die schönsten digitalen Dashboards sind doch für die Katz, wenn die Daten und Analysen dahinter einfach Mist sind.
Wenn wir unsere Tugenden um neue Kompetenzen natürlich insbesondere im Bereich der Digitalisierung erweitern und diese gerade nicht ersetzen, wird die Marktforschungsbranche weiterhin eine Wachstumsbranche bleiben mit signifikanten Zuwachsraten für diejenigen Player, die diesen Spagat zwischen „Neuem“ und „Altem“ gut managen können. Wovon wird sich die Branche verabschieden müssen?
  • Die eine Hälfte wird sich verabschieden müssen von: Dass es mit Digitalisierung getan ist.
  • Die andere Hälfte wird sich verabschieden müssen von: Dass es ohne massive Investitionen in Digitalisierung ein Überleben gibt.

    Was steht für Ihr Unternehmen im kommenden Jahr an?
Wir sind dieses Jahr um über 30 Prozent gewachsen nach über 25 Prozent in 2016 und das bedeutet weiterhin eine Verdoppelung der Institutsgröße alle drei Jahre. Die große Herausforderung für uns besteht aktuell darin, das Wachstum so zu managen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch unsere Kunden weiterhin treu zu uns stehen. Der Markt ist im Moment nicht unser Limit, unsere Wachstumsfähigkeit ist unser Limit.

Wie sind Sie mit dem Jahr 2017 zufrieden? Was ist Ihnen besonders gut gelungen?
Zwei Punkte möchte ich herausgreifen: Erstens ist es uns gelungen die Skopos Connect als mit führenden Anbieter in den Bereichen Community und CX zu etablieren. Zweitens haben wir mit der Skopos Nova das enorm wachsende Forschungsfeld der User Experience Forschung mit den zentralen Kernthemen Design Thinking und agile Methoden wunderbar besetzen können. Diese beiden Units der SKOPOS Group machen über 50 Prozent des Wachstums in 2017 aus.
Neujahr 2018
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Wie sieht die Marktforschung im Jahr 2030 aus?
Wesentlich bedeutsamer und einflussreicher als sie ohnehin jetzt schon ist.
In vielen Bereichen identisch/ keine bis wenig Veränderungen auch und vor allem im Bereich der Statistik. Ich sehe auch keine einzige Erhebungsmethode, die es in 13 Jahren gar nicht mehr geben wird.
Andererseits in vielen Bereichen auch massive Veränderungen in den Bereichen Prozessdigitalisierung insgesamt, Art der Stimulusdarstellung, Messung von abhängigen Variablen anders als über Befragungstechniken und in der Analyse- und Ergebnisdarstellung.
Wesentlich bunter und vielfältiger von den Methoden und Forschungsansätzen her.
Viel, viel schneller, das heißt zeitlich gestaucht: Ad-hoc Studien innerhalb von drei bis vier Tagen durchzuführen, wird eher die Regel als die Ausnahme sein.
Und last but not least: Weiterhin stark wachsend.
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