Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018 Abschied von möglicher Angst vor der Digitalisierung

Freitag, 22. Dezember 2017
Dr Peter Aschmoneit, CEO quantilope
Dr Peter Aschmoneit, CEO quantilope
© quantilope

Für Dr. Peter Aschmoneit, CEO von quantilope, ist der Umgang mit der digitalen Transformation die größte Herausforderung, die die Branche beschäftigen wird. Doch die Digitalisierung wird zum Freund, wenn man sie richtig nutzt. Außerdem gefragt ist: Agilität!
Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen und die wichtigsten Themen, die die Branche im Jahr 2018 beschäftigen werden?
Die größte Herausforderung für unsere Disziplin ist der Umgang mit der digitalen Transformation. Die weiterhin zunehmende Geschwindigkeit im Marketing, in den Innovationsprozessen, der steigende Wettbewerbsdruck und die Vervielfachung der Touchpoints halten die Marktforschung auf Trapp.
Auch wenn die Welt nach stärkerer Customer Centricity ruft, muss unsere Branche weiterhin und kontinuierlich ihre Position stärken. Denn die Marktforschung kann, wenn sie dazu bereit ist, künftig eine sehr wichtige, noch bedeutendere Rolle einnehmen. Was es braucht, ist Agilität. Und Agilität ist weit mehr als Schnell-Sein. Agilität ist auch Flexibilität und Wandlungsbereitschaft, Neugierde, Stärke und Selbstbewusstsein. Bei vielen Unternehmen ist dieser Wandel bereits in vollem Gange. Es ist mir eine große Freude, mit anzusehen, wie viel positive Energie in Unternehmen durch diese Transformation entsteht. Wovon wird sich die Branche verabschieden müssen?
Festhalten an alten Prozessen, die der digitalen Realität nicht mehr entsprechen. Und verabschieden von möglicher Angst vor der Digitalisierung. Sie ist ein Freund, wenn man sie richtig nutzt.

Was steht für Ihr Unternehmen im kommenden Jahr an?
Wir arbeiten ständig daran, unsere Kunden für die Herausforderungen fit zu machen.
Dafür entwickeln wir natürlich permanent unsere Software weiter und launchen direkt im ersten Quartal 2018 eine neue Version, die agiler ist als jemals zuvor. Sie dürfen gespannt sein!
Zusätzlich zu der Software arbeiten wir viel stärker und enger, als wir mal gedacht haben, mit Unternehmen zusammen und unterstützen sie in der digitalen Transformation. Dabei geht es um das Erlernen agiler Arbeitsweisen, die Einführung agiler Prozesse und dann die Skalierung innerhalb der Unternehmen.
Mit namhaften Instituten führen wir hervorragende Partnerschaften, in denen wir den Wandel der Branche gemeinsam professionell gestalten.
Es macht richtig viel Spaß, die Marktforschungsdisziplin zu stärken und zu empowern.

Wie sind Sie mit dem Jahr 2017 zufrieden? Was ist Ihnen besonders gut gelungen?
2017 war ein großartiges Jahr für quantilope. Zunächst einmal haben wir großartige (neue) Mitarbeiter, die die Mission von quantilope jeden Tag leben. Danke, Team!! Dazu haben wir wahnsinnig viele tolle Kunden gewonnen, mit denen wir Agilität (er-)leben. Wir sind geehrt und stolz, dass inzwischen so viele Unternehmen quantilope begeistert nutzen. Die Kunden kommen aus völlig unterschiedlichen Branchen. Es sind kleinere Unternehmen, besonders aber der Mittelstandsfirmen und internationale Konzerne.
Auch die Software hat sich in 2017 enorm weiterentwickelt. Eine Vielzahl weiterer Tools für Fragestellungen, weitere Methoden und neue Features sind dazu gekommen. So haben wir eine individuelle Bibliothek mit einfacher Nutzung eigener Fragen entwickelt, dazu komplette Studien-Set-ups inkl. der Reports, neue Methoden wie das Maximum-Difference-Scaling (MaxDiff) und die automatisierte Treiberanalyse integriert. Die Visualisierung der Charts hat einen enormen Sprung gemacht. Heute bieten wir beispielsweise Association Maps, die komplexe Zusammenhänge klar und übersichtlich in einem Chart auf den Punkt bringen. Die Charts sind interaktiv, intelligent und bieten Deep Dives in die Daten mit nur einem Klick.
So befähigen wir verschiedene Funktionen im Unternehmen, ganz selbstverständlich und intuitiv mit Daten arbeiten. Der Marktforscher wird dabei immer mehr zum gefragten Berater mehrerer Bereiche.

Wie sieht die Marktforschung im Jahr 2030 aus?
In den kommenden Jahren werden Unternehmen sicher noch agiler und daten-getriebener werden. Dazu wird zunehmend Software eingesetzt, die immer intelligenter wird und uns noch mehr Schritte abnehmen kann. Implementiert, eingesetzt und überwacht wird die Software aber weiterhin von analytisch versierten Menschen. Die analytischen Kompetenzen werden an Bedeutung zunehmen. Wenn wir uns als Marktforscher schnell dazu bereit machen, diesen Bedürfnissen zu entsprechen, können wir nur wachsen und gewinnen. Und das Schöne ist: es macht enorm viel Spaß!
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