Branche Troja unterm Hammer - Preisverfall bei DVD´s

Mittwoch, 01. Juni 2005

Rund ein Viertel des globalen DVD-Absatzes findet in Großbritannien, Frankreich und Deutschland statt. Die Strategie der Händler und DVD-Produzenten, Preisnachlässe auf Katalogware zu gewähren, hat den Preisrückgang der DVD ganz wesentlich befördert. Die Konsumenten kaufen insgesamt mehr DVDs, je niedriger die Preise sind. Dadurch steigen zwar die absoluten Verkaufszahlen, nicht aber die Umsätze. Die Vielfalt billiger Katalogtitel geht zu Lasten der Nachfrage nach Neuerscheinungen und hochpreisigen DVDs. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass der DVD-Markt auf seinem heutigen Entwicklungsniveau eine solche Preispolitik nicht mehr nötig hätte. Auf die Frage, warum man eine DVD nicht gekauft hat, die man eigentlich kaufen wollte, antworten nur wenige, es habe am Preis gelegen. Das war nur für sieben Prozent der Briten, für elf Prozent der Deutschen und für 17 Prozent der Franzosen der Grund. Konsumenten kaufen DVDs offenbar zielgerichtet: Wenn sie eine DVD wirklich wollen, dann lassen sie sich von Promotionaktivitäten und Preissenkungen nur wenig beeinflussen. Fallen die Preise in gleicher Weise auch weiterhin, so würden DVD-Handel und -Vertrieb innerhalb der nächsten fünf Jahre in Europa auf Umsätze in Höhe von sieben Milliarden Euro "verzichten".
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