PUMa-Plenum Software-Tools im PUMa-Check

Dienstag, 17. Januar 2017
Die Teilnehmer am PUMa-Plenum (Foto: planung&analyse)
Die Teilnehmer am PUMa-Plenum (Foto: planung&analyse)

Gestern hatten die betrieblichen Marktforscher aus dem PUMa-Netzwerk die Gelegenheit  in Frankfurt fünf Software-Anbieter zu ihren Produkten zu befragen. Es ging um Befragungssoftware, aber auch um Panels und Tools zur Marktprognose. Mit dabei waren IfaD, Rogator, Ingress, Survalyzer und Netigate.
Zur Einführung legte Jan Rutenberg, Leiter Marktforschung tegut, ein paar seiner Kriterien offen, wenn es um die Entscheidung für eine neue Umfragesoftware geht. Dazu zählen Benutzerfreundlichkeit, Datensicherheit, Responsive Design eines Online-Tools, aber auch die Möglichkeit spielerische Elemente einzusetzen. Diese Kriterien konnten alle Anbieter mit ihren Angeboten beziehungsweise mit dem geplanten Ausbau der Tools erfüllen.

Johannes Lüken, Leiter der Software für Data Science beim Hamburger Institut IfaD– Institut für angewandte Datenanalyse, stellte ein Angebot zur Durchführung von Marktsimulationen vor. Mit Masim kann man die Auswirkungen von Preis- und Produktvariationen auf Absatz, Umsatz und Gewinn prognostizieren. Das ganze basiert auf Befragungen und Conjoint-Verfahren, die für jeden Befragten die jeweilige Präferenz berücksichtigen. Peter Sonneck ergänzt die Informationen zur Befragungssoftware des Anbieters für Marktforschungsunternehmen.

Rogator folgte mit der Befragungssoftware G3plus. Eine Umfrage in Word erstellt, kann in einem Rutsch eingefügt werden, Filter sind mit wenigen Klicks gesetzt. Bastian Lang, Leiter der Software-Entwicklung beim Nürnberger Unternehmen, zeigt, wie bedienungsfreundlich die Erstellung von Umfragen sein kann. Das Programm ist windows-basiert, ein Online-Tool ist geplant. Heidi Prechtel, Consultant bei Rogator, erläuterte am neuen  Online-Panel aposcope, mit Apothekern und Pharmazeutisch Technische Assistenten (PTA), was alles möglich ist.

Oliver Kohrmann, Geschäftsführer von ingress aus Hamburg, stellt die Befragungssoftware keyingress vor. Dieses Tool ermöglicht eine Multichannel-Marktforschung, denn auch CATI sei noch nicht tot, betont Kohrmann. Mit der Software kann man auch mehrsprachige Befragungen, sogar in Arabisch durchführen, zum Standardumfang zählen ebenso Elemente des Surveytainment. Ein Andocken an verschiedene andere IT-Strukturen soll durch eine API-Schnittstelle erleichtert werden.

Das Unternehmen Survalyzer aus der Schweiz bietet ebenfalls ein online-basiertes Programm für die schnelle und bequeme Befragung. Hier ist die Übertragung der Fragen mit wenigen Klicks möglich. Geschäftsführer Christian Hyka zeigt das Programm live vor dem Auditorium der betrieblichen Marktforscher. In dem Tool integriert ist auch ein Power-Point-Erlebnisbericht, der automatisch im Look & Feel des jeweiligen Unternehmens die Umfrageergebnisse visualisiert.

Der schwedische Anbieter Netigate schickte Ronald Flores und Rainer Schätzlein zum PUMa-Plenum, um die Software vorzustellen. Auch Netigate setzt auf intuitive und leicht durchführbare Erstellung der Tools und übersichtliche Auswertung. Ursprünglich als reines DIY-Tool angedacht, bietet das Unternehmen mit Schätzlein mittlerweile auch einen Marktforscher als Berater für Kunden.

Im Anschluss hatten die betrieblichen Marktforscher ausreichend Gelegenheit, die einzelnen Anbieter zu befragen und die Angebote anhand ihrer eigenen Anforderungen zu beurteilen. Alle bieten Lösungen, die leichte Handhabung versprechen, die den deutschen Anforderungen des Datenschutzes entsprechen, die eine rasche Auswertung ermöglichen. Erste Analysen sind mit Häufigkeitsfilter und Kreuztabellierung möglich. Tiefergehende Analysen erfordern dagegen ein zusätzliches Tool.

Die Teilnehmer waren von der Kompaktheit der Veranstaltung und insbesondere von der Offenheit der präsentierenden Anbieter begeistert. (hed)

Sie sind betrieblicher Marktforscher und an PUMa interessiert?
Bitte melden Sie sich bei Sabine Hedewig-Mohr sabine.hedewig-mohr@planung-analyse.de
Jetzt suchen >>
stats