Branche Schönste Zeit des Jahres wird nicht voll genutzt

Donnerstag, 23. Juni 2005
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Japan Urlaub Deutschland Korea China


Nur drei Viertel aller Deutschen nehmen in diesem Jahr ihren bezahlten Urlaub voll in Anspruch. Weltweit nehmen knapp zwei Drittel der Befragten ihren Erholungsurlaub vollständig in Anspruch. Den Spitzenplatz besetzen dabei mit über 87 Prozent die Dänen, gefolgt von den Briten mit rund 84 Prozent. Ganz anders in Japan: Weniger als jeder Fünfte nutzt seinen bezahlten Urlaub voll aus, und das, obwohl Japan zu den Nationen mit den wenigsten Urlaubstagen überhaupt zählt. Als Grund nannten mehr als zwei Drittel der Japaner die Angst vor einem nicht zu bewältigendem Arbeitspensum nach dem Urlaub. Jeder Fünfte von ihnen äußerte Bedenken, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Noch größer war die Angst vor einem Jobverlust mit 23 Prozent in Korea und sogar 30 Prozent in China. Weltweit waren wie auch in Deutschland zu hohe Urlaubskosten die Ursache Nummer eins für einen freiwilligen Urlaubsverzicht (55 Prozent). Gut jeder Vierte nannte familiäre Gründe. Die Angst vor einem Jobverlust spielte im internationalen Durchschnitt mit 10 Prozent eine weniger wichtige Rolle. Hohe Preise, familiäre Verpflichtungen, das große Arbeitspensum und mitunter sogar die Angst, den Job zu verlieren, scheinen bei einigen Arbeitnehmern also mit in die Ferien zu reisen. Dies kann ein Grund dafür sein, warum sich weltweit nur gut 60 Prozent der Befragten nach dem Urlaub deutlich produktiver fühlen. In Japan nehmen sich sogar nur 38 Prozent der Befragten nach dem Urlaub als produktiver wahr. Entspannungskünstler scheinen dagegen die Inder und Mexikaner zu sein; hier nannten mehr als drei von vier Befragten ihren Urlaub "deutlich produktivitätssteigernd". Deutschland bewegt sich mit 60 Prozent im Mittelfeld - obwohl sechs Prozent der Deutschen davon überzeugt sind, dass Urlaub ihre Produktivität in keiner Weise steigert.
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