Quartalszahlen III WPP mit wenig Optimismus

Mittwoch, 01. November 2017
WPP-Chef Martin Sorrell
WPP-Chef Martin Sorrell
© WPP

Die weltgrößte Werbeholding WPP musste zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Gesamtjahr senken. Auch der Marktforschungsarm des Konzern, DIM, macht CEO Sorrell nicht viel Freude. Ein Grund: Kunden aus der FMCG-Industrie haben ihre Marketingbudgets reduziert.

Der Umsatz und der Gewinn im laufenden Jahr werde stagnieren, teilte WPP mit. Grund seien vor allem die zurückhaltenden Kunden aus der FMCG-Industrie. CEO Martin Sorrell sagt gegenüber Investoren, dass es ein "schwieriges Quartal" gewesen sei. Für das Gesamtjahr sieht er kaum Besserung.  Bereits im August senkte WPP seine Prognose für das Gesamtjahr für Umsatz und Gewinn auf 0 bis 1 Prozent.

Nach neun Monaten lag der Umsatz bei gut 11 Milliarden Britische Pfund (GBP). Das waren 8,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Euro lag der Anstieg bei 0,4 Prozent. Der Data Investment Management-Sektor (DIM) verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent. Die Umsätze aus dem Segment Marktforschung und Datenanalyse liegen im dritten Quartal bei 636 GBP. Der Bereich macht damit 17,7 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe aus. Der Anteil ist seit einiger Zeit rückläufig; im Jahr 2013 waren es noch 23,2 Prozent.

Das Vereinigte Königreich habe mit einem flächenbereinigten Wachstum von 1,8 Prozent im dritten Quartal noch am besten performt. Gegenüber der BBC sagt Sorrell: „Der Brexit hat in gewisser Weise unser Geschäft angeregt. Um Wachstum zu stimulieren, investieren Kunden lieber in variable Kosten, wie Werbung, statt in festes Kapital.“

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