Branche Qualitätskriterien für Wahlumfragen

Dienstag, 11. April 2017

Der Verband der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI) hat Qualitätskriterien für Wahlumfragen erstellt. Reine Online-Umfragen sind für eine Hochschätzung aus Sicht des VdMI nicht geeignet.
Die Evaluierung erfolgt in drei Schritten. Ein Institut muss gemeinsam mit den Ergebnissen etliche Merkmale einer Studie veröffentlichen: Das sind Informationen wie der Name des Auftraggebers der Studie und des durchführenden Instituts, die genaue Beschreibung der Zielgruppe, die Befragungs-Methode (telefonisch, persönlich, mixed mode), die Stichprobengröße, die Anzahl der Personen, die in der Sonntagsfrage eine Partei genannt haben, die Schwankungsbreite auf Basis der Deklarierten in der Rohstichprobe, der Untersuchungszeitraum sowie der genaue Wortlaut der Fragen.

Darüber hinaus sollen Informationen über die Stichprobengrundlage, die Stichproben-Methode, die angewendeten Gewichtungsverfahren, der Quotenplan und die Methodenbeschreibung spätestens 48 Stunden nach der Erst-Veröffentlichung auf der eigenen Homepage des Institutes publiziert werden. Der VdMI checkt die vorgegebenen Kriterien und stellt die Ergebnisse visuell gut aufbereitet auf die Webseite neuwal.com, ein Verein zur Förderung der politischen Bildung, berichtet VdMI-Vorsitzender Bertram Barth.

Wie gut die Publizierung auf Medien- oder Institutsseite erfolgt ist, zeigt eine 5-Sterne-Skala. Letztlich wird vom Verband überprüft, ob die Inhalte der Umfrage den VdMI-Kriterien entsprechen. So soll das Sample eine Mindestgröße von 800 haben, zugelassene Methoden sind CATI oder Face-to-Face-Interviews oder Mixed Mode. Reine Online-Umfragen sind für eine Hochschätzung aus Sicht des VdMI nicht geeignet. (hed)
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