Branche Procter & Gamble pusht Werbemarkt

Montag, 24. Oktober 2016
Quelle: Nielsen/Horizont
Quelle: Nielsen/Horizont

Der Werbemarkt 2016 wächst in Deutschland weiter. Um 5,2 Prozent haben die Unternehmen bis Ende September laut Nielsen ihre Werbeausgaben auf Basis der Bruttopreise gesteigert. Großen Anteil dran hat Procter & Gamble. Der Konsumgütergigant hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum über 62 Prozent mehr ausgegeben.

Der weltgrößte Werbungtreibende Procter & Gamble wird auch auf dem deutschen Markt seiner Rolle gerecht. Bis Ende September hat der Schwalbacher Konsumgüterhersteller seine Ausgaben auf rund 590 Millionen Euro gesteigert.

Damit hat der US-Konzern hierzulande doppelt soviel investiert wie die Nummer 2 im Markt Ferrero. Allein im TV hat das Unternehmen deutlich über 500 Millionen investiert. Das sind gegenüber dem Vorjahr rund 209 Millionen Euro mehr. Das geht aus den aktuellen Zahlen von Nielsen hervor.

Damit bleibt P&G weiter in der Offensive. Und das dürfte noch eine Weile so weitergehen. Zuletzt hatte CEO David Taylor Anfang des Monats auf dem jährlichen Shareholder-Meeting angekündigt, die Mediainvestitionen weiterhin erhöhen zu wollen. Wie viel davon aus dem deutschen Markt ankommt, ist derzeit unklar. Mit der Offensive befindet er sich in allerdings guter Gesellschaft. Von den Top-20-Werbungtreibenden, die Nielsen exklusiv für HORIZONT ermitttelt, haben nur acht Firmen den Werbedruck reduziert.

Am stärksten hat Media-Saturn an Tempo verloren. So haben die Ingolstädter etwas mehr als neun Millionen Euro bei Radio aus dem Markt genommen. Trotzdem legt die Gattung in den ersten neun Monaten des Jahres zu. Mit rund 1,3 Milliarden verzeichnen die Hörfunksender ein Plus von etwas mehr als neun Prozent.

Primus bei den Gattungen bleibt TV. Die Stationen können nochmals ein Plus von über sieben Prozent erzielen und liegen nunmehr bei rund 10 Milliarden Euro. Wenig überraschend: Mobile setzt seinen guten Lauf fort. Hier haben die Werbungtreibenden ihre Brutto-Investitionen um rund 74 Prozent auf 342 Millionen Euro erhöht. (mir)


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