Branche Presse-Grosso meldet rückläufige Umsatz- und Absatzzahlen

Mittwoch, 14. September 2005

Die nachhaltige Konsumzurückhaltung und "Schnäppchenmentalität" der Verbraucher sowie Veränderungen des Mediennutzungsverhalten gerade auch junger Menschen zeigen signifikante Auswirkungen auf den Absatz von Zeitungen und Zeitschriften, der im 1. Halbjahr 2005 um 5,1 Prozent auf 1.349 Mio. Exemplare zurückgegangen ist.Im Kampf gegen den Absatzrückgang will der Verband Presse-Grosso die Präsentation im Einzelhandel verbessern, den klassischen Pressefachhandel stärken und das Verkaufsstellennetz pflegen. Die Anzahl der presseführenden Verkaufsstellen ist in 2004 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Damit scheint der seit mehreren Jahren zu beobachtende Rückgang zunächst gestoppt. Wurden 2002 noch 116.802 EH und im Jahr 2003 insgesamt 115.945 EH registriert, beläuft sich die in der Stichwoche 39/2004 gezählte Anzahl auf 115.825 Verkaufsstellen. Allein in dem Zeitraum von 2000 bis 2003 haben 26.176 Inhaberwechsel und 20.562 Kundeneinstellungen stattgefunden. Gleichzeitig konnte das Presse-Grosso 18.506 Kunden neu gewinnen. Die systemgerechte Erschließung auch der Geschäftsart der Discounter für Presse soll fortgeführt werden. Verlage kreieren weiterhin neue Heftkonzepte und Titel sowie originelle presse-nahe Serien wie etwa die BILD-Bibliothek oder die SZ-Comic-Serie. Die Anzahl der Neutitel ist relativ stabil. In 2004 wurden 592 periodische Neutitel und 756 Sonderhefte oder Titel mit unregelmäßiger Erscheinungsweise am Markt positioniert. .
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