Branche Preise in Europa gleichen sich langsam an

Freitag, 30. September 2005

Während Kritiker immer noch die negativen Auswirkungen des Euro debattieren, ist es seit der Einführung der gemeinsamen Währung innerhalb der einzelnen Mitgliedsländer wie auch EU-weit zu einer Preisangleichung gekommen. Die größten Preisdifferenzen innerhalb eines Landes wurden in Schweden gemessen. Hauptsächlich infolge des wachsenden Konkurrenzdrucks ist jedoch auch hier eine Angleichung zu beobachten. Während 2003 noch ein Unterschied von 52 Prozent zu verzeichnen war, sind es 2005 nur noch 44 Prozent. Am anderen Ende der Skala finden sich Großbritannien und Frankreich: Hier wurden mit 15 bzw. 12 Prozent die geringsten Preisunterschiede ermittelt. Noch vor drei Jahren mussten die Verbraucher in Großbritannien Differenzen von 37 Prozent in Kauf nehmen; für die Annäherung sind unter anderem die Konsolidierung im Einzelhandel, verstärkte Promotionsmaßnahmen und der harte Preiskampf zwischen den großen Anbietern verantwortlich. In Frankreich profitieren die Konsumenten vor allem vom immer intensiveren Wettbewerb. In Deutschland gibt es immerhin noch einen Unterschied von 21 Prozent im Preisgefüge des Warenkorbs über die verschiedenen Regionen hinweg. Verglichen mit den anderen analysierten Ländern liegt Deutschland mit diesem Wert aber im unteren Drittel der inländischen Preisabweichungen.
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