Branche Positive Branchenentwicklung für die IT-Wirtschaft in 2005

Dienstag, 21. Juni 2005

Das Jahr 2005 wird das beste Jahr für die deutsche Informationswirtschaft seit vier Jahren. Auf dem seit Jahren rückläufigen Arbeitsmarkt erwarten 31 Prozent der Befraten Experten mit einer Trendwende. Sie rechnen im laufenden Jahr mit einem Beschäftigungszuwachs. 47 Prozent dagegen meinen, die Zahl der Beschäftigten bliebe in etwa gleich. Nur 22 Prozent halten einen Nettorückgang für möglich. Insgesamt glauben 43 Prozent der Experten an eine positive Entwicklung der Informationswirtschaft im laufenden Jahr. Zu den aussichtsreichsten Geschäftschancen zählt dabei die IT-Sicherheit. Um die deutsche Informationswirtschaft in ihrer Entwicklung weiter voranzubringen, sind laut Expertenmeinung, vor allem Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Internet-Nutzung in Deutschland erforderlich. Mit 55 Prozent und einer Zunahme von 2,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr liegt die Penetrationsrate des Internets in der Bevölkerung in Deutschland deutlich über dem europäischen EU-15 Durchschnitt von 43 Prozent. Um zu den führenden Internet-Nationen mit Penetrationsraten von über 75 Prozent zu gehören, bedarf es allerdings weiterer Anstrengungen. 83 Prozent der IT-Experten sehen den Qualifizierungsbedarf auf der informationswirtschaftlichen Leitungsebene insbesondere bei einer zügigen Verbesserung der Medienkompetenz im Allgemeinen, aber vor allem in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Auch die Senkung der Zugangskosten für das Internet (in Großbritannien liegen die Zugangskosten um ein Viertel unter den in Deutschland) sei ein wichtiger Schritt zur weiteren Erhöhung der Penetrationsrate. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der weiterhin positiven Entwicklung der deutschen Informationswirtschaft wird die Geschwindigkeit sein, mit der sich breitbandige Internet-Anschlüsse in privaten Haushalten und Unternehmen durchsetzen werden. Die bisherige Entwicklung ist dabei viel versprechend: Sowohl die Zahl der Anschlüsse hat 2004 (+50 Prozent) zugelegt als auch die Haushaltspenetration (+47 Prozent).
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