Online Special Wahlforschung Wie erforscht man den Trend?

Mittwoch, 12. Juli 2017
Welche Methode für die Wahlforschung?
Welche Methode für die Wahlforschung?
© Pixabay

Das Super-Wahljahr 2017 bewegt sich langsam auf seinen Höhepunkt zu: Die Bundestagswahl am 24. September. Der Bundeswahlleiter hat mitgeteilt, dass 48 Parteien daran teilnehmen können. Der Wähler hat also die Qual der Wahl. planung&analyse schaut in diesem Online Special aber nicht auf die Vorhersagen, sondern auf die politische Verfasstheit der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt und auf Methoden. Wie erforscht man den Trend am besten? Im Interview sind bekannte Wahl- und Meinungsforscher Deutschlands. Bisher erschienen:

„Das schadet dem Image der Branche“ Rainer Faus von pollytix arbeitet an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kunden werden basierend auf qualitativen oder quantitativen Forschungsergebnissen Lösungen für ihre Probleme empfohlen. Im Interview mit planung&analyse sieht er eine problematische Verstrickung von Wahlforschern, die einerseits für die öffentlich-rechtlichen Medien arbeiten und gleichzeitig politische Entscheidungsträger beraten >>

YouGov mit neuer Methode. Kurz vor der Bundestagswahl führt das Marktforschungsinstitut YouGov eine neue Methode in der Wahlforschung ein. Das YouGov-Wahlmodell kann erstmals auch Aussagen zur Erststimme auf regionaler Ebene treffen und somit die voraussichtliche Sitzverteilung im Bundestag ermitteln >>

Neulinge kratzen am System. Eine Handvoll Institute führt mit bewährten Methoden Wahlforschung in Deutschland durch. Die Begleitung von Wahlen durch Meinungsforscher folgt in Deutschland einem strengen Schema. Selbst die Aufregung über Fehler gehört zum Ritual. Der Wille, an diesen Strukturen etwas zu ändern, ist begrenzt. Neulinge aus der Startup-Szene und der Wissenschaft bringen allerdings Bewegung in den Markt >>

Wer braucht heute noch den Wahl-O-Mat? Martin Schultze erforscht den Wahl-O-Mat seit Jahren und fragt sich heute: Kann man die Ergebnisse als konkrete Wahl-Empfehlung ernst nehmen? Erreicht das Instrument wirklich die Richtigen und ist es für die Erstwähler nicht viel zu sehr Web 1.0? >>

Ist das Wahl-Navi von RTL eine echte Alternative zum Wahl-O-Mat? Der Wahl-O-Mat will seit 15 Jahren Unentschlossenen die Wahl erleichtern. Doch für die Bundestagswahl 2017 gibt es ein neues Tool: Die drei Nachrichtenangebote der Mediengruppe RTL haben das „Wahl-Navi“ ins Netz gestellt. Welches Instrument ist besser geeignet, um junge Wähler zu erreichen? >>

Anders betrachten, besser verstehen. Die unterbewusste Wahrnehmung ist eine neue Perspektive in der politischen Forschung. Im  Superwahljahr 2017 ist auch die Wahlforschung wieder unter besonderer Beobachtung; wurde zuletzt nach den US-Präsidentschaftswahlen öffentlich deutlich kritisiert. Was also tun, um Wähler und deren Entscheidung besser zu verstehen? Stefanie Sonnenschein stellt eine Methode aus der Markenforschung vor, die Interrogare auch für die Politik verwendet hat >>

Wahlverhalten erklären, nicht voraussagen: Matthias Jung ist Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen e.V., die seit Jahrzehnten das Wahlverhalten der Deutschen im Auftrag des ZDF beobachtet. Im Gespräch mit planung&analyse erklärt er, warum er an den bewährten Methoden festhalten will >>

„Andere beneiden uns um das hohe Qualitätsniveau“: Heiko Gothe ist bei Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend zuständig. Für ihn ist die Telefonbefragung die derzeit beste Erhebungsmethode für aktuelle politische Umfragen und er ist dankbar, dass es in Deutschland noch Auftraggeber für Meinungsforschung auf hohem Qualitätsniveau gibt >>

Wahlforschung ist mehr als die Sonntagsfrage: Andreas Graefe ist Projektleiter von PollyVote, einer Plattform, die verschiedene Methoden kombiniert, um für eine Wahl die beste Prognose abgeben zu können. Die Sonntagsfrage ist für ihn nur eine Methode von vielen >>

Wie ticken AfD-Sympathisanten: Rechtspopulistische Kräfte fordern derzeit in mehreren europäischen Ländern die etablierten, demokratischen Parteien heraus. Bei uns ist es die AfD. Um die Lebenswelten von (potentiellen) AfD-Wählern besser verstehen zu können, haben Anfang des Jahres pollytix strategic research und Kernwert eine gemeinsame qualitative Online-Studie mit Sympathisanten durchgeführt >>

Das ist ein skuriles System: Holger Geißler, Deutschland Research Chef YouGov, gehört Wahlforschung als wichtiges Instrument zum Portfolio. Mit seiner Spezialisierung auf Online-Forschung sieht er einiges in der Branche mit etwas Abstand>>

Viele Ansätze ergeben ein besseres Bild“: Professor Thorsten Faas von der Uni Mainz kann sich als akademischer Wahlforscher ein wenig aus den heißen Debatten heraus halten. Er beobachtet die Diskussion um die Demoskopie allerdings ganz genau und versucht mit unterhaltsamen Lernvideos auf YouTube einige Fragen zu beantworten. >>

Ost- und Westdeutsche: Vereint, aber nicht gleich: Auch 27 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich die Bürger in Ost und West noch immer deutlich in ihren Sichtweisen auf Politik und Gesellschaft. Die Forschungs- und Beratungsagentur pollytix strategic research hat in einer Studie die politische Stimmung in Ost- und Westdeutschland untersucht. Es gibt jedoch Hoffnung auf eine Annäherung.>>

Keine Rede von einer Krise: Richard Hilmer kennt die öffentliche Wahl- und Politikforschung in Deutschland wie kaum ein anderer. In unserer Serie zur Wahl- und Meinungsforschung steht er uns Rede und Antwort und erklärt, was sich geändert hat.>>

Zeit für einen fairen Deal mit den Teilnehmern: Das Startup Civey bringt frischen Wind in die Meinungs- und Wahlforschung. Indem sie auf zahlreichen Medien ihre Umfragen platzieren, erhalten sie die Meinung von zahlreichen Menschen, vor allem zu Wirtschaft und Politik. Bezahlt wird nicht mit Punkten oder Gutscheinen, sondern mit Information. Gerrit Richter, CEO von Civey, eklärt die Vorgehensweise und die Philosophie des jungen Unternehmens.>>

Den Wahlausgang besser vorhersagen: Predictive-Analytics-Spezialist INWT Statistics präsentiert eigenes Prognosemodell zur Wahlforschung. Der Spezialist will damit dem tatsächlichen Ausgang von Wahlen näher kommen als die etablierten Forscher.>>

Online oder Telefon - Licht und Schatten: Die Online-Befragung ist aus der Wahl- und Meinungsforschung nicht mehr wegzudenken. So mancher Vorteil liegt auf der Hand, wie geringere Kosten gegenüber älteren Befragungsmethoden. Doch die Umfrage via Internet bringt auch Nachteile mit sich. Mit den Pro- und Contra-Argumenten setzt sich Dr. Ulrike Schenk von INSA Consulere auseinander.>>

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