Branche Online-Shopper sind Produkt-Pioniere

Montag, 05. August 2013
Online-Shopping in Österreich seit 2009 (Quelle: Imas)
Online-Shopping in Österreich seit 2009 (Quelle: Imas)

Seit 2009 hat sich die Anzahl an virtuellen Shoppern in Österreich um ein gutes Fünftel gesteigert. Der Anteil an häufigen Einkäufern stagniert aber seit 2009. Aktuell sind es knapp zwei Fünftel der Österreicher, die zumindest „ab und zu“ etwas im virtuellen Raum einkaufen, 7 Prozent der Bevölkerung machen dies sogar „oft“. Am häufigsten werden Eintrittskarten, Bücher, CDs und DVDs und Bekleidung im digitalen Netz geshoppt, im Mittelfeld landen dann Elektroartikel, Hotelunterkünfte, Flug- und Zugtickets sowie Software. Sportartikel, Möbel, Schuhe und Essen von Restaurants werden in der Tendenz weniger häufig über das Internet gekauft bzw. bestellt.
 
Im Vergleich der Geschlechter kaufen Männer in der Tendenz häufiger Eintrittskarten, DVDs, Elektroartikel und Software, Frauen eher Bekleidung. Interessanterweise zeigt sich neben einem klar erkennbaren Altersgefälle (jüngere Personen kaufen häufiger im Internet ein) auch ein Bildungsgefälle. Menschen mit höherer Schulbildung kaufen und bestellen deutlich häufiger als ihre sozialen Gegengruppen Eintrittskarten, Bücher und DVDs.
 
Ingesamt ist festzuhalten, dass die Personen, die online einkaufen, den generellen Internetnutzern in soziodemografischer Hinsicht sehr ähneln. Insgesamt sind es in der Tendenz eher Männer, eher Personen unter 30 Jahren und Menschen mit höherer Bildung, die Online einkaufen gehen. Beispielsweise sind 53 Prozent der österreichischen Online-Einkäufer Männer, knapp jeder Dritte ist unter 30 Jahre, und mehr als ein Drittel weist eine höhere Schulbildung auf.
 
Betrachet man dann zusätzlich noch das generelle Einkaufsverhalten, kann man die Online- Shopper eher als Produkt-Pioniere charakterisieren, also Personen die gerne neue Trends und neue Produkte ausprobieren, weniger als traditionsbewusste Konsumenten. Interessantes Detail am Rande: Das Preisbewusstsein ist in dieser speziellen online-affinen Gruppe deutlich geringer ausgeprägt als in der Gesamtbevölkerung. Dies würde den Schluss zulassen, dass der Einkauf im Internet nicht durch die Schnäppchenjagd, sondern aus anderen Motiven heraus geprägt ist.
 
Swoeit die Auszüge aus der Österreichischen Verbraucheranalyse (ÖVA) des Imas Instituts; befragt wurden 8.000 Personen ab 14 Jahren in Österreich.
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